Vom Bündner Hund gebissen – in Chicago gewonnen

Mo Farah hat den Chicago-Marathon gewonnen. Dies, nachdem seine Vorbereitung von einem ungewöhnlichen Zwischenfall gestört worden war.

Auch ohne Hund am Hintern schnell: Mo Farah siegt in Chicago.

Auch ohne Hund am Hintern schnell: Mo Farah siegt in Chicago.

(Bild: Keystone Matt Marton)

Den europäischen Rekord wollte er angreifen. Und mit dem «richtigen Rennen», da war er überzeugt, würde es auch klappen. Mo Farah startete hochmotiviert in den Chicago-Marathon. Und er lieferte die gewünschte Leistung ab: Sieg in 2:05:11 Stunden, den Rekord zudem klar unterboten. Seine persönliche Bestleistung war bislang 70 Sekunden langsamer gewesen.

Der Brite gelangte damit in seinem dritten Marathon zum ersten Sieg. Zweiter wurde der Äthiopier Mosinet Geremew (2:05:24). Der Vorjahressieger Galen Rupp aus den USA belegte mit 70 Sekunden Rückstand nur den 5. Platz. Bei den Frauen benötigte die siegreiche Kenianerin Brigid Kosgei 2:18:36. Einzig die Äthiopierin Tirunesh Dibaba, die im Vorjahr vor Kosgei gewonnen hatte, und die Britin Paula Radcliffe vor 16 Jahren hatten die Strecke in Chicago schneller absolviert.

Auf den Hund gekommen - oder so ähnlich

Wie Farah aber nun dem «Telegraph» verriet, hätte alles auch anders kommen können. Die Vorbereitung des 35-jährigen gebürtigen Somaliers verlief mit einem ungewöhnlichen Zwischenfall, der aber für Farah glücklicherweise glimpflich ausging: Er wurde in St. Moritz während eines Trainingslaufs von einem Hund verfolgt - und in den Hintern gebissen.

Mittlerweile könne er darüber lachen, doch damals, in Graubünden, sei er vor allem sehr wütend gewesen, sagt Farah. «Ich lief um den St. Moritzersee, als ein Hund sich mir näherte, der Besitzer ihn aber nicht zurückhielt», erzählt Farah vom Vorfall. Er lief weiter, nach der Runde um den See traf er wieder auf den Hund. Sein Besitzer habe den Vierbeiner erneut nicht zurückgehalten, der Hund kam immer näher: «Und dann machte es ‹haps› - er biss mir in den Hintern.»

Farah liess sich untersuchen, erhielt eine Impfung, musste immerhin nichts nähen lassen: «Es war zum Glück ein kleiner Hund.» Er wollte dennoch den Besitzer ausfindig machen und ihn bei der Polizei anzeigen. «Aber wir fanden ihn nachher nicht mehr und liessen es sein.» Ende gut, alles gut.

kk/SDA

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