Silvan Lutz ist immer noch ehrgeizig

Der 29-jährige Silvan Lutz will in seiner wohl letzten Saison als Sprinter nochmals angreifen.

Silvan Lutz.

Silvan Lutz.

(Bild: Urs Baumann)

Reto Pfister

Silvan Lutz ist daran, seine Masterarbeit in internationalem Management abzuschliessen, er arbeitet zudem als Projektleiter bei den SBB. «Eigentlich mache ich fast zu viel», sagt der 29-Jährige. Denn Lutz ist immer noch einer der besten Berner Langsprinter, obwohl er zuletzt nicht mehr ganz an der nationalen Spitze aufgetaucht ist. Über 400 Meter holte der Athlet vom TV Länggasse Bern (TVL) 2014 und 2015 den Schweizer-Meister-Titel, in den zwei Jahren danach Silber- und Bronzemedaillen über 200 und 400 Meter.

Lutz ist etwas aus dem Blickfeld verschwunden, nachdem er 2018 von einer Verletzung an der Achillessehne, in diesem Jahr von muskulären Problemen gebremst worden war. «Deswegen hatte ich einen schlechten Saisonstart. Nun bin ich aber wieder auf dem Weg zurück», äusserte sich der aus Burgistein stammende Athlet nach der Team-SM in Bern, an der er über 200 Meter mit der Equipe der LG Bern antrat.

Diese bestand aus Luca Flück, Rolf Kurath, Timo Castrini und ihm. Lutz legte die Strecke in 21,85 zurück und trug mit diesem passa­blen Ergebnis dazu bei, dass die Berner als Zweite im Leichtathletikstadion Wankdorf aufs Podest stiegen.

Militär-WM im Oktober

Lutz befindet sich im Herbst seiner Laufbahn, er nennt bereits einen konkreten Zeitpunkt für sein Karriereende. «Eine Saison mache ich wohl noch, dann dürfte Schluss sein», sagt er. «Ich werde im nächsten Jahr 30, das istein idealer Zeitpunkt dafür aufzuhören.» Ehrgeizig ist er aber immer noch. Bleibt er verletzungsfrei, will der Routinier ein letztes Mal angreifen.

«Über200 Meter will ich in die Nähe meiner persönlichen Bestzeit kommen», nennt er ein konkretes Ziel. «Ich weiss, dass ich schnell sein kann. Unter Druck setzen will ich mich aber nicht.» Zuvor will Lutz aber noch die aktuelle Saison gut beenden. An der Militär-WM in Wuhan (CHN) im Oktober will er zusammen mit seinem Clubkollegen Luca Flück, dem Oberaargauer Joel Burgunder und Charles Devanthey in der 4-mal-400-Meter-Staffel antreten.

Um optimal vorbereitet zu sein, macht Lutz erst Ferien, um dann nochmals einen Trainingsblock einzuschieben, je nach Wetterbedingungen entweder in Bern oder in der Halle in Magglingen.

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