Schweizer Talente stehen im Vordergrund

Der Schweizer Frauenlauf setzt auf die Förderung des einheimischen Laufsports. Auslän­dische Athletinnen erhalten ­keine fixen Start- und Rangprämien mehr.

Markus Ryffel ist beim Frauenlauf für die Verpflichtung der Spitzenathletinnen zuständig.

Markus Ryffel ist beim Frauenlauf für die Verpflichtung der Spitzenathletinnen zuständig.

(Bild: Keystone)

Der Schweizer Frauenlauf soll bereits ab diesem Jahr (12. Juni) ein Anlass werden, der einheimischen Nachwuchsläuferinnen als Sprungbrett dient. Für Schweizer U-23- und U-20-Athletinnen wird ein separater Preisgeldtopf von 5000 Franken geschaffen. «Junge Läuferinnen trainieren meist schon so viel, dass eine ­Reduktion des Arbeitspensums sinnvoll ist. Wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass dies möglich wird», sagt Markus Ryffel, der beim Anlass für die Verpflichtung der Spitzenathletinnen zuständig ist. Welche Talente in Bern das 5-km-Rennen bestreiten werden, steht noch nicht fest.

Umgekehrt werden beim Frauenlauf keine fixen Start- und Rangprämien an ausländische Athletinnen mehr bezahlt. «Wir fliegen auch keine Läuferinnen mehr ein», sagt Ryffel. Eine Ausländerin erhält lediglich noch das normale Preisgeld; der Sieg über 5 km ist mit 1500 Franken dotiert. Das Spitzenfeld am Frauenlauf dürfte so bereits in diesem Jahr einen deutlich stärkeren Schweizer Akzent aufweisen; Athletinnen wie die mehrfache ukrainische Siegerin Viktoria Pogoriels­ka dürften in Bern nicht mehr auf der Startliste zu finden sein.

Neue 10-km-Strecke

Für die 10-km-Strecke werden keine Spitzenläuferinnen gezielt verpflichtet. Wer sich für diese Distanz entscheidet, muss nicht mehr zweimal die 5-km-Schleife absolvieren. Die 10 km werden neu auf einer eigenen Strecke zurückgelegt. Nach dem Helvetiaplatz (Kilometer 4) führt diese der Aare entlang zum Tierpark, durch den Dählhölzliwald, vorbei an der Ka-We-De, zurück zum Helvetiaplatz und von dort ins Ziel auf dem Bundesplatz. Wer sich noch anmelden will, kann das unter www.frauenlauf.ch noch bis zum 1. Juni tun.

Berner Zeitung

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