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Kambundjis nächster Streich

Mujinga Kambundji egalisiert an den Hallen-Schweizer-Meisterschaften in St.Gallen über 60 Meter ihren Schweizer Rekord. Auch Noemi Zbären und Nicole Büchler setzen sich durch.

Schwestern im Glück: Während Mujinga Kambundji (links) in St.Gallen reüssierte, wurde Muswama Siebte.
Schwestern im Glück: Während Mujinga Kambundji (links) in St.Gallen reüssierte, wurde Muswama Siebte.
Keystone

Natürlich war sie als grosse Favoritin nach St.Gallen gereist – und dieser Rolle wurde Mujinga Kambundji gerecht. An den nationalen Hallenmeisterschaften gelang ihr die Titelverteidigung über 60 Meter problemlos: Bereits den Vorlauf (7,38 Sekunden) und den Halbfinal (7,32) hatte sie nach eigener Einschätzung «locker» absolviert. Im Final vermochte die Schnellstarterin zuzulegen, sie egalisierte mit 7,18 ihren Ende Januar in Magglingen aufgestellten Schweizer Rekord.

Wie sehr Kambundji die helvetische Sprintszene dominiert, zeigt ein Blick auf die Rangliste. Die zweitplatzierte Sarah Atcho und die drittplatzierte Fanny Humair verloren beinahe 4 Zehntel auf die Könizerin. Der Name Kambundji war im Final in St.Gallen übrigens gleich zweimal vertreten – Mujingas jüngere Schwester Muswama wurde mit 7,76 Sekunden Siebte.

Hauptprobe in Birmingham

«Das ist für mich die Bestätigung, dass mein Lauf in Magglingen nicht einfach ein Ausreisser war. Nun möchte ich auch einmal in diesen Bereich laufen, wenn ich gleich schnelle Gegnerinnen neben mir habe», sagte die Könizerin nach erfolgreicher Titelverteidigung. In den letzten Wochen hatte sie sich an den Hallenmeetings in Düsseldorf (3./7,23 s) und Karlsruhe (4./7,27 s) der internationalen Konkurrenz gestellt. In Karlsruhe musste sie sich unter anderem Dina Asher-Smith geschlagen geben. Die Britin steht mit ihren in Karlsruhe erreichten 7,12 indes nur auf Platz 2 der europäischen Bestenliste, denn am Wochenende stellte Dafne Schippers in Berlin mit 7,09 eine neue Spitzenzeit auf. Die holländische Europameisterin über 100 und 200 Meter vom letzten August in Zürich macht sich somit zur Topfavoritin für die Hallen-EM in Prag (6. bis 8.März).

Nächsten Samstag wird Kambundji in Birmingham (Eng) antreten. Unter anderen meldeten dort die mehrfache Weltmeisterin Carmelita Jeter (USA) und die Ivorerin Murielle Ahoure, die an den letzten beiden Hallenweltmeisterschaften über 60 Meter jeweils Silber gewonnen hatte, ihre Teilnahmen an – selbstverständlich wird als Lokalmatadorin auch Asher-Smith am Start sein. Das Meeting darf für Kambundji also als Gradmesser hinsichtlich der Hallen-EM bezeichnet werden. In Prag strebt die Könizerin eine Finalteilnahme an. Sie hält aber fest, es gebe noch ein paar Details, an denen sie arbeiten müsse. Und in einem grossen Interview sagte sie gegenüber «le matin dimanche»: «Ich kann noch mehr, den perfekten Lauf habe ich noch nicht geliefert.»

Noemi Zbären überlegen

Im Final über 60 Meter Hürden bei den Frauen siegte Noemi Zbären (SK Langnau) überlegen in 8,22 Sekunden. Die Langnauerin unterbot mit dieser Leistung zum zweiten Mal die U-23-Limite für die Hallen-EM. Den Stabwettkampf der Frauen gewann die Magglingerin Nicole Büchler mit 4,40 Meter. Auf 4,60 Meter scheiterte die Schweizer Rekordhalterin (outdoor 4,67 m) knapp. Über 400 Meter setzte sich im Duell zweier Teilnehmerinnen der Hallen-EM in Prag Lea Sprunger (Nyon) gegen Selina Büchel (Bütschwil) klar durch. Den prestigeträchtigen 60-Meter-Sprint bei den Männern gewann der Freiburger Pascal Mancini, womit er erstmals unter der EM-Limite blieb.

si/mob

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