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In Kerzers Moral getankt

Den 40. Kerzerslauf nutzten etliche Berner Topläufer als Formtest. Vielversprechende Resultate glückten insbesondere Adrian Lehmann und Christine Müller.

Der Aufbau passt: Adrian Lehmann gewinnt über 5 Kilometer.
Der Aufbau passt: Adrian Lehmann gewinnt über 5 Kilometer.
Manuel Zingg
Der Kerzerslauf eröffnet traditionell die Laufsaison in der Schweiz.
Der Kerzerslauf eröffnet traditionell die Laufsaison in der Schweiz.
swiss-image.ch/Photo Monika Flueckiger
KERZERS, 17MAR18 - Impression vom 40. Kerzerslauf in und um Kerzers FR am 17. Maerz 2018. Der Hauptlauf ist ein Lauf ueber 15 Kilometer; zahlreiche Teillaeufe geben grossen und kleinen, schnellen und weniger schnellen Laeufern und Walkern eine Startmoeglichkeit.Impression of the 40th Kerzerslauf in and around Kerzers FR, Switzerland, March 17, 2018.swiss-image.ch/Photo Monika Flueckiger
KERZERS, 17MAR18 - Impression vom 40. Kerzerslauf in und um Kerzers FR am 17. Maerz 2018. Der Hauptlauf ist ein Lauf ueber 15 Kilometer; zahlreiche Teillaeufe geben grossen und kleinen, schnellen und weniger schnellen Laeufern und Walkern eine Startmoeglichkeit.Impression of the 40th Kerzerslauf in and around Kerzers FR, Switzerland, March 17, 2018.swiss-image.ch/Photo Monika Flueckiger
swiss-image.ch/Photo Monika Flueckiger
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Der Marathonläufer Adrian Lehmann siegte – und zwar auf der Kurzdistanz über 5 km bei kühlen Verhältnissen am Kerzerslauf. Der Halbmarathon von Valencia am nächsten Samstag stellt für ihn den Gradmesser für den weiteren Saisonverlauf dar. In Spanien will der Langenthaler seine persönliche Bestmarke über die 21,1 km verbessern (1:04:29).

Und das Kerzers-Rennen brachte ihm die Erkenntnis: «Die Form stimmt, der Aufbau passt.» Auf Platz 2 verweisen konnte er ­Mekonen Tefera, den Eritreer aus Herrenschwanden.«Mekonen ist mehr als ein Massstab», sagte Lehmann. Tefera gewann im Dezember den Steinhölzlilauf und vor drei Wochen den Reusslauf. Lehmann belegte dort Platz 6, 1:01 Minuten hinter Tefera.

Keine internationalen Ziele wie Lehmann steuert Christine Müller an. Umso mehr stellt der 5-km-Sieg in Kerzers für sie eine grosse Genugtuung dar. Sie liess die Junioren-Europameisterin Delia Sclabas und die U-23-EM-Teilnehmerin Selina Ummel hinter sich. «Cool», sagte die 24-Jährige vom LC Scharnachtal. Bereits vor zwei Jahren schlug sie die damals erst 15-jährige Sclabas. Nun gelang es ihr, das letztjährige Klassement (Sclabas vor Müller) erneut zu drehen.

Im Hinblick auf die 10-km-Strassenlauf-Meisterschaft vom nächsten Samstag in Oberriet SG stellt das Resultat für Müller einen Aufsteller dar. Von Enttäuschung nichts wissen wollte Delia Sclabas. Nach einer Bänderverletzung im Dezember zurückgebunden, befindet sie sich aufbaumässig rund zwei Monate im Rückstand – zumal sie auch von Grippeviren und der Antibiotikaeinnahme gestoppt worden ist. «Unter diesen Vorzeichen kann ich sehr zufrieden sein mit meiner Leistung», sagte sie.

Abraham in gewohnter Stärke

Im Hauptrennen über 15 km präsentierte sich Tadesse Abraham zwei Wochen nach seiner Aufgabe am Lake Biwa Marathon in Japan in gewohnter Stärke: Platz 2 hinter James Kibet (KEN), aber vor acht weiteren Kenianern und Mekonen Tefera (11.). Dieser entschied sich nach der Spurtniederlage gegen Lehmann, als Frustbewältigung in Kerzers auch über die lange Strecke zu starten.

Abraham zeigte sich erleichtert: «Der Dämpfer von Japan war belastend. Jetzt bin ich wieder positiver gestimmt», sagte er. Hinter Tefera war Cédric Lehmann (Krauchthal/14.) der zweitbeste Berner. Bei den Frauen belegte die Waadtländerin Maude Ma­thys hinter Janet Gichumbi (Ken) Platz 2. Beste Bernerin hier war Daniela Aeschbacher (Bärau/9.). Mit 8362 Klassierten war auch bei der 40. Austragung des Kerzerslaufs der anhaltende Laufboom spür- und sichtbar.

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