«Ich freue mich auf einen Kebab»

Der Schweizer Sprinter Alex Wilson kommt bei Weltklasse Zürich erst nach dem Rennen richtig in Fahrt.

«Freue mich auf Fastfood, einen Kebab oder so»: Alex Wilson ist auch kulinarisch schnell unterwegs. (Video: Sebastian Rieder)
Sebastian Rieder@RiederSebastian

Vor einem Jahr wäre die Zeit von 20,40 Sekunden über die 200 Meter im Letzigrund noch Schweizer Rekord gewesen. Weil Alex Wilson diese Saison eine derart starke Entwicklung durchmachte, kommt der Saisonabschluss im Letzigrund einer leiser Enttäuschung gleich.

Richtig laut war dann hingegen sein Auftritt nach dem Rennen, als der Publikumsliebling trotz Platz 6 wie ein Weltrekordler gefeiert wurde. «Alles geili Sieche», schnalzte der Basler aus Jamaika ins Stadionmikrofon und erntete dafür noch mehr Applaus. «Es war crazy. So etwas habe ich noch nie erlebt.»

Der Bronzegewinner von der EM in Berlin fühlte sich zum Saisonabschluss bei Weltklasse Zürich entgegen seiner spitzen Zunge nicht so spritzig, wie er sich das erhofft hatte. «Ich bin physich und mental leer», sagte 27-Jährige ins Tamedia-Mikrofon. «Aber ich wurde wie ein König empfangen.»

Der schnellste Schweizer Sprinter muss sein Ziel, die halbe Bahnrunde unter 20 Sekunden zu laufen, auf nächstes Jahr verschieben. Aber bevor er das alte Jahr zuhause ausklingen lässt, gönnt er sich eine Pause in seiner alten Heimat in der Karibik. «Ich werde sicher zwei Kilo zu nehmen. Fastfood, Kebab, darauf freue mich.»

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