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Die vielseitige Kambundji

Ditaji Kambundji hat am Nachwuchsmeeting mit einer persönlichen Bestzeit erneut die U-18-EM-Limite über 100 Meter Hürden unterboten. Im Gegensatz zu ihrer älteren Schwester ist sie keine reine Sprinterin.

Über die Hürden der Konkurrenz voraus: Ditaji Kambundji gewinnt am Berner Nachwuchsmeeting.
Über die Hürden der Konkurrenz voraus: Ditaji Kambundji gewinnt am Berner Nachwuchsmeeting.
Urs Baumann

100 Meter sind zurückzulegen, am Start steht eine Athletin namens Kambundji, und sie gewinnt das Rennen. Auf nationaler Ebene nichts Aussergewöhnliches. Nur sind auf dem Weg ins Ziel Hürden im Weg gestanden, und die Siegerin trägt nicht den Vornamen Mujinga.

Ihre 16-jährige Schwester Ditaji ist beim ­nationalen Nachwuchsmeeting im Berner Leichtathletikstadion Wankdorf in der U-18-Kategorie die Schnellste. Sie verbessert ihre persönliche Bestleistung auf 14,03 Sekunden und unterbietet erneut die EM-Limite in dieser Alterskategorie.

Springt auch gern hoch

Ditaji Kambundji ist keine reine Sprinterin. Vor kurzem hat sie in Landquart auch einen Siebenkampf bestritten und beendete diesen als zweitbeste Schweizerin auf dem vierten Platz, «Ich springe auch gern hoch», sagt die dem ST Bern angehörende Athletin.

Auch die 800 Meter, die von vielen ungeliebte Ausdauerdis­ziplin, vermag sie in einer vernünftigen Zeit zurückzulegen. Lediglich in den Wurfdisziplinen war sie den Konkurrentinnen unterlegen. Am liebsten aber sprintet die jüngste der vier Kambundji-Schwestern über die Hürden. «Ich mag die technische Herausforderung», sagt sie. «Allerdings ist noch viel zu tun. Ich bin auch nicht so lang in dieser Dis­ziplin aktiv.»

Immerhin reicht es bereits, um sich gegen die nationale Konkurrenz in ihrem Jahrgang durchzusetzen. Mit ihrer Leistung in Bern war sie zufrieden. «Ich habe in dieser Saison meine Leistung klar steigern ­können», sagt sie.

«Der nächste Schritt ist es, unter 14 Sekunden ins Ziel zu kommen.» Möglichkeiten dazu gibt es in diesem Sommer noch einige, die Saison hat erst begonnen.

Zuversichtlich

Mit der U-18-EM in Györ (HUN) steht der Saisonhöhepunkt Anfang Juli auf dem Programm. Kambundji ist allerdings auch als Saisonbeste im Hürdensprint noch nicht fix dafür qualifiziert. Der Schweizer Verband hat die eher milden europäischen Teilnahmelimiten übernommen.

Der Schweiz stehen zwei Startplätze pro Disziplin zur Verfügung. Auch über 100 Meter Hürden haben mehr als zwei Athletinnen die Limite unterboten. Dies führt dazu, dass beim Thuner Abendmeeting am 20. Juni Ausscheidungsläufe, sogenannte Trials, durchgeführt werden. Erst danach ist klar, wer nach Ungarn fahren kann. Kambundji ist zuversichtlich, dass sie dort bestehen kann.

Die 16-Jährige besucht das Sportgymnasium Neufeld und wäre nicht abgeneigt, wie ihre berühmte ältere Schwester eine professionelle Sportkarriere einzuschlagen. Vorerst aber gilt es den ersten Schritt zu machen und sich für die U-18-EM zu qualifizieren.

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