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Lambiel zum Neunten, Meier zum Achten

Stéphane Lambiel und Sarah Meier sind ihren Favoritenrollen an den Schweizer Eiskunstlauf-Meisterschaften in Lugano souverän gerecht geworden.

Lambiel gewann seinen neunten SM-Titel, Meier ihren achten.

Laufe wie am Mittwoch, hatte Trainer Peter Grütter vor dem Auftritt zu seinem Schützling Stéphane Lambiel gesagt. An diesem Tag war dem zweifachen Weltmeister eine super Kür mit zwei Vierfach-Sprüngen und zwei Dreifach-Dreifach-Kombinationen gelungen. Die Wettkampf-Realität sah dann anders aus: ein unsauberer Vierfach-Toeloop und zwei Dreifach-Zweifach-Kombinationen. Den zweiten Vierfachen liess er wie geplant aus. Die magere Bilanz ist darauf zurückzuführen, dass der 24-jährige Unterwalliser grosse Mühe mit den Landungen bekundete, obwohl die Sprünge in der Luft "sehr gut" (Lambiel) waren. Den Axel sprang er zweimal doppelt - der Dreifach-Axel ist derzeit zurückgestellt.

Neben Lambiel, der auf 244,23 Punkte - die Preisrichter waren mehr als grosszügig - kam, bestiegen Jamal Othman (SC Bern/199,45) und Mikael Redin (EC Küsnacht/177,41) das Podest. Somit gab es auf den ersten drei Rängen gegenüber dem Kurzprogramm keine Veränderung.

Sarah Meier lief in Lugano erstmals ihre neue Kür "Romeo und Julia"; bislang hatte sie wegen Fussproblemen einzig das Kurzprogramm beim Grand Prix in Nagano Anfang November bestreiten können. Gleichzeitig war es die EM-Generalprobe. Und diese gelang der 25-jährigen Bülacherin angesichts des Trainingsrückstandes mehr als ordentlich. Sie stand drei Dreifache, wobei sie beim Flip die Hand zur Hilfe nehmen musste. Den zweiten Lutz und den zweiten Salchow sprang sie nur doppelt. Über letzteres Missgeschick ärgerte sie sich, da sie dieses Element normalerweise im Griff hat.

Meier wies mit dem Total von 183,47 einen standesgemässen Vorsprung von 26,94 Punkten auf die Silbermedaillengewinnerin Bettina Heim auf; nach dem Kurzprogramm hatte die Differenz zwischen den beiden Topläuferinnen bloss 4,69 Punkte betragen.

Heim (156,53) verteidigte den 2. Platz ohne Probleme und war dementsprechend erleichtert. Damit sicherte sich die in Winterthur wohnende 20-jährige Appenzellerin den zweiten Schweizer Startplatz an den Weltmeisterschaften in Turin (23. bis 28. März). Bronze holte die letztjährige Zweite Romy Bühler (EC Küsnacht/138,24), die sich dank der drittbesten Kür um drei Ränge verbesserte.

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