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Kommen alle Titelkandidaten in Fahrt?

Meister Basel, YB und Zürich sind in der Tabelle weder wunsch- noch programmgemäss platziert. Am 9. Spieltag der Axpo Super League wollen die drei Titelkandidaten Korrekturen anbringen.

In Genf haben sich die Anzeichen zuletzt verdichtet, wonach Basel, das heute gegen Lausanne antritt, Fahrt aufnimmt. Beim 4:0 gegen Servette trat der FCB in sehr guter Verfassung auf. Der Eindruck täuschte nicht. In der Champions League besiegte Basel vier Tage später den rumänischen Meister. Keeper Yann Sommer bestätigte den Formanstieg: "Wir haben sechs, sieben Spiele gebraucht, um die Abläufe zu optimieren. Jetzt wäre es wichtig, eine Serie hinzulegen."

Bei Lausanne ist von der Aufstiegseuphorie inzwischen nicht mehr viel übrig. Nach 20 Gegentoren und sechs Niederlagen sind die Waadtländer ans Tabellenende abgesackt. Die Zuversicht, daran kurzfristig etwas ändern zu können, ist gering. "In Basel haben es alle Teams der Liga schwer", stellte Coach Martin Rueda lapidar fest. Auch für ihn ist klar: Stoppen kann sich der FCB eigentlich nur selber.

Fischers Kernbotschaft

Der 5:0-Erfolg im Cup gegen den Erstligisten Grenchen war eine reine Pflichtübung - mehr nicht. Die Situation beim FCZ ist vor dem Heimspiel gegen Thun nach wie vor delikat. Urs Fischer wirkte beim Rendez-vous mit den Journalisten angespannt. Die Kommentare nach dem 0:2 gegen Sporting Lissabon in der Europa League missfielen ihm. "Aber ich lasse das mal so im Raum stehen und sage besser nichts dazu. Wir haben einen anständigen Match gespielt - und auf der anderen Seite stand Sporting. Immerhin Sporting!"

Fischer ärgern aber nicht nur die medialen Ratschläge, er regt sich auch über die mangelnde taktische Disziplin seiner Spieler auf: "Sie haben die Zuordnung nicht eingehalten. Solche Fehler wie gegen Sporting dürfen uns nicht passieren." Die Unachtsamkeiten hätten eine Kettenreaktion ausgelöst.

Fischer erwartet eine sofortige Reduktion der Fehler und formulierte eine Kernbotschaft: "Man muss bereit sein, mehr Aufwand zu betreiben, wenn es nicht wunschgemäss funktioniert." Möglicherweise kann er in den kommenden Wochen wieder vermehrt Gegensteuer geben und intern Druck aufsetzen. Das medizinische Bulletin ist jedenfalls kein Faktor mehr. "Ausser Kukuruzovic sind alle fit. Ich habe 25 Spieler, die beginnen könnten."

Alternativen hin, Comeback der Dauerpatienten her: Acht von 14 Wettbewerbsspielen haben die Zürcher verloren. Die Bilanz gegen Thun ist allerdings freundlich. Seit dem 27. April 2005 (1:5) ist der FCZ gegen den FCT ungeschlagen. Nur sind die Berner Oberländer (2.) derzeit wesentlich besser platziert - gemäss Fischer zu Recht: "Sie spielen einen variablen Fussball. Es läuft dem Team."

Nächster Eklat in Neuenburg

Christian Gross hat in Bern die Spuren der Verunsicherung noch immer nicht beseitigt. Unter dem mehrfachen Meistertrainer haben die Berner bislang selten restlos überzeugt. Vor eigenem Anhang wirkte das teure Ensemble gehemmt. Gegen Xamax, den Verein mit der landesweit unberechenbarsten Führung, planen die Young Boys nun die Lösung der Blockade.

Xamax hat zwar seit fünf Runden nicht mehr verloren, zu einer Beruhigung der Lage hat die an sich gute Serie aber wenig beigetragen. Die negativen Schlagzeilen um den einst renommierten Verein haben kein Ende. Klubeigner Bulat Tschagajew unternimmt alles, um sich selber und die gesamte Xamax-Organisation zu diskreditieren. Nun trennte sich der Präsident auch noch vom "Klub der Freunde von Xamax". Die 1982 gegründete Supporter-Vereinigung überwies dem Klub in der vergangenen Saison gegen 1,6 Millionen Franken und setzte sich vorwiegend aus Unternehmern der Region zusammen.

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