Zwei Penaltys für zwei Punkte

Die SCL Tigers beenden die Niederlagenserie. Sie reüssieren in Lausanne 1:0 nach Penaltyschiessen.

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Reto Kirchhofer@rek_81

Es gibt kaum eine populärere Zahl als die Sieben. Sie begegnet uns im Kalender (sieben Wochentage), am Himmel (sieben Farben des Regenbogens), in der Ehe (das verflixte siebte Jahr), im Märchen («Sieben auf einen Streich») – und wurde nicht die Welt, genau, in sieben Tagen erschaffen?

Die SCL Tigers aber konnten am Donnerstag gut und gerne auf die ­Sieben verzichten. Sechs Niederlagen in Folge waren genug. Und tatsächlich: In Lausanne avancierte Torhüter Damiano Ciaccio für die Tigers zum Sibesiech; ausgerechnet er, der in dieser Saison in der Hierarchie der Langnauer Goalies zur klaren Nummer zwei abgestiegen ist.

Ciaccio musste sich in der regulären Spielzeit, in der Verlängerung sowie im Penaltyschiessen kein einziges Mal bezwingen lassen. Seitens der Gäste reüssierten in der Kurzentscheidung Thomas Nüssli auf sehenswerte und Benjamin Neukom auf profane Weise. Das wars.

65 lange, torlose Minuten

Statt der Sieben dominierte im Vergleich zweier Tabellennachbarn während 65 ellenlangen Minuten die Ziffer Null. Auch Lausannes Goalie Sandro Zurkirchen blieb bis zum Penaltyschiessen ohne Gegentor, wobei Ciaccio im Vergleich den grösseren Effort leisten musste.

Die Waadtländer verzeichneten zwar weniger Schüsse als die Gäste, aber die besseren Möglichkeiten. Im ersten Abschnitt profitierte Benjamin Antonietti von einem Fehlpass des Langnauer Topskorers Eero Elo. Der Angreifer vermochte im Tête-à-Tête mit Ciaccio ebenso nicht zu reüssieren wie später Joël Vermin.

Die Langnauer agierten defensiv diszipliniert, dennoch kam Lausanne in jedem Drittel mindestens zu zwei ausgezeichneten Chancen. Die beste verpasste Joël Genazzi kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit. Der Nationalspieler – er war einst im Emmental vom Stürmer zum Verteidiger umfunktioniert worden – verfehlte das offene Tor und liess seinem Ärger freien Lauf. Und so genügten den Gästen zwei Penaltytore dafür, den Strichkampf, der vielmehr ein Krampf war, für sich zu entscheiden.

Dank den zwei Zählern liegt Langnau vor dem Heimspiel gegen Lugano am Freitag noch einen Punkt hinter dem neuntklassierten Lausanne. Die Distanz zu Gottéron und den Playoff-Plätzen beträgt fünf Punkte, wobei die Equipe von Heinz Ehlers zwei Partien mehr bestritten hat. Im Qualifikationsendspurt sind die Langnauer aber gut beraten, den Zählrahmen zur Seite zu legen – es braucht ganz simpel: Siege.

Berner Zeitung

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