Zurück an die Spitze

Dem SC Langenthal ist die Leistungssteigerung nach der Niederlage in La Chaux-de-Fonds gelungen. Beim 4:2 in Martigny war die Stärke im Boxplay auffallend.

Starke Langenthaler: Josh Primeau (rechts) sorgt für viel Verkehr vor dem Martigny-Tor.

Starke Langenthaler: Josh Primeau (rechts) sorgt für viel Verkehr vor dem Martigny-Tor.

(Bild: Leroy Ryser)

In Martigny wurden am Samstagabend zwei Vorurteile entschärft: Martigny kann nur defensiv spielen, und Langenthal kann nur mit einer Angriffslinie Tore schiessen. Während nämlich die Linie rund um Luca Triulzi, Jeffrey Füglister und Nico Dünner mit drei Toren die Partie entschied, spielten die Walliser phasenweise attraktives Offensivhockey mit technischer Finesse. Dadurch waren sie den Langenthalern ein gefährlicher Gegner, der trotz mehrmaligen Rückständen hartnäckig blieb und sich aufzubäumen wusste – und am Ende doch 2:4 verlor.

Dass die Walliser im letzten Abschnitt durch vier SCL-Strafen lange in Überzahl spielen konnten, brachte die Langenthaler Führung mehrfach ins Wanken. Gerade Jeffrey Füglister und Nico Dünner zeigten dabei nicht nur offensive Qualitäten, sondern auch beeindruckende Stärke in Unterzahl. «Der Erfolg im Boxplay hat uns Impulse und Power gegeben. Das war entscheidend», sagte Matchwinner Jeffrey Füglister nach der Partie. Ebenso entscheidend war aber auch, dass die Langenthaler ein Gespür für den richtigen Moment hatten. So fielen die SCL-Tore meist in den Phasen, in denen Martigny aufbegehrte.

Zwischenzeitlich 3:0 vorne

Langenthal führte dank einem Treffer von Nico Dünner in der 3.Minute schon früh. So wehrte sich Martigny im zweiten Abschnitt fast erfolgreich, als es lange in der offensiven Zone agierte und beinahe in Überzahl den Ausgleich erzielen konnte. Mit dem Ablauf der letzten Strafe in diesem Drittel entwischte aber Jeffrey Füglister dem zu offensiven Abwehrdispositiv aus dem Wallis. Alleine vor Michael Dupont reüssierte Füglister problemlos.

Dass Joel Fröhlicher nur eine Minute später mit einem Weitschuss auf 3:0 erhöhte, erstickte weitere Martigny-Hoffnungen vorderhand im Keim. «Das war für uns mental wichtig», bilanzierte Nico Dünner nach der Partie. Der SCL habe so das Glück erzwingen können. Trotz der zwischenzeitlichen 3:0-Führung stand der Sieg aber lange auf wackligen Beinen. Noch im selben Abschnitt gelang Michael Zanatta nämlich das 1:3, und im Schlussabschnitt mussten die Oberaargauer während zweier Minuten in doppelter Überzahl agieren.

Fast 18 Minuten Unterzahl

Füglister und Dünner mit Verteidiger Marco Schüpbach und später Brent Kelly, Jeff Campbell und Hans Pienitz wehrten sich aber tapfer und erfolgreich. Erst während einer späteren einfachen Überzahl gelang Martigny das 2:3 doch noch – bei neun Strafen und fast achtzehn Minuten Unterzahlspiel dürfen die Langenthaler aber mit ihrem Boxplay zufrieden sein.

Entschieden wurde die Partie vom zweitbesten Spieler nach Torhüter Marco Mathis. Jeffrey Füglister bekam bei seinem zweiten Treffer aber Hilfe von Luca Triulzi. Der SCL-Stürmer, der bereits das 1:0 mustergültig vorbereitet hatte, narrte beim 4:2 den gegnerischen Keeper. Dieser wartete auf der einen Torseite auf den Puck, während dieser auf der anderen Seite über die Linie kullerte – damit war die erneute Tabellenführung des SCL gesichert.

Berner Zeitung

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