Zuletzt verdient und sogar deutlich

Der SC Langenthal macht mit seiner ersten Linie und einem starken Schlussdrittel den Unterschied. Gegen die Academy des EV Zug resultiert ein 5:2-Sieg, der aber erst nach Startschwierigkeiten deutlich wurde.

Druck erzeugt: Die Langenthaler überzeugten in Zug über weite Strecken.

Druck erzeugt: Die Langenthaler überzeugten in Zug über weite Strecken.

(Bild: Leroy Ryser)

Der SC Langenthal hat sich für die deutliche 2:6-Niederlage gegen den EVZ im letzten Spiel in der Bossard-Arena revanchiert. Am Mittwochabend gewinnen die Oberaargauer in derselben Arena deutlich mit 5:2. Einzig: Der Weg dahin war steiniger, als es zuletzt aussah.

Während sich die Oberaargauer im Schlussdrittel und teilweise im Startdrittel gute Noten verdienten, hätte ein Durchhänger im Mittelabschnitt beinahe Punkte gekostet. Langenthal startete mit einer 1:0-Führung und kassierte gleich zwei Treffer von Zugs Timo Haussener. Ein Konter in der 26. Minute und ein Powerplaytor vier Minuten später weckten die Mannschaft von Per Hånberg aber gerade noch rechtzeitig.

«Ich weiss nicht, woran es lag. Sie haben aber viele Powerplays spielen können, weshalb sie mehr Energie hatten als wir», erklärte Kim Karlsson nach dem Spiel. Ganz generell sei es schwierig gewesen, gegen sie kreativ zu sein. Ihr hartnäckiger Auftritt mache sie zu einem guten, mühsamen Gegner, der nicht einfach besiegt werden könne.

Starke erste Linie

Gegen das beste aller Farmteams sahen die Bemühungen zu Beginn auf Seiten der Langenthaler aber gut aus. Wahrscheinlich auch wegen der Niederlage am 28. Oktober traten die Favoriten zu Beginn engagiert und energisch auf, forcierten das Forechecking und versuchten druckvoll auf den scheibenführenden Gegner zu spielen.

Immerhin resultierten dadurch einzelne Chancen, darunter bei Robin Leblanc, der gleich zwei Mal scheiterte. In der 12. Minute schoss er aus einem Gewühl die Scheibe gerade noch so in den Handschuh vom gegnerischen Torhüter Gianluca Zaetta, in der 18. Minute musste er sich der Torlatte beugen.

Die Langenthaler hatten es der ersten Linie zu verdanken, dass sie nicht ohne Torerfolg die Pause antreten mussten. In einer Überzahlsituation provozierte Mike Völlmin mit seinem Schuss einen Abpraller, der von Brent Kelly 51 Sekunden vor der ersten Sirene zum Tor ausgenutzt wurde.

Vorteil: 3. Drittel

Ähnlich wie die teilweise druckvolle Phase im ersten Abschnitt endete damit auch der Durchhänger im zweiten Abschnitt mit einem Treffer der Paradelinie. Sieben Minuten nach dem 1:2 eroberte Brent Kelly im gegnerischen Drittel eine Scheibe, die er zu Stefan Tschannen weiterleitete.

«Wir wissen, dass wir im Schlussdrittel besser sein können. Wir sind physisch stark, das hilft uns auch mental.»Kim Karlsson

Der SCL-Captain legte auf zu Kim Karlsson, der im Slot nicht lange fackelte und ausglich. Damit war Langenthal im Vorteil, wie der Torschütze und zweifache Assistgeber später sagte: «Wir wissen, dass wir im Schlussdrittel besser sein können. Wir sind physisch stark, das hilft uns auch mental.»

Dass die Academy ausserdem ihr Pulver in den ersten 35 Minuten verschoss, kam den Oberaargauern entgegen. Im Schlussdrittel dominierte Langenthal unter anderem dank gegnerischen Strafen, die Powerplays brachten den Oberaargauern jene Energie, die zuvor gefehlt hatte.

Langenthaler Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt