Zu Hause in bester Gesellschaft

In den letzten drei Heimspielen erkämpften sich die SCL Tigers das Maximum von neun Punkten. Heute empfangen sie die Kloten Flyers und wollen die Siegesserie verlängern.

Zu Hause hatten die SCL Tigers zuletzt viel Grund zum Jubeln.

Zu Hause hatten die SCL Tigers zuletzt viel Grund zum Jubeln.

(Bild: Marcel Bieri)

Die SCL Tigers haben sich bei der Konkurrenz mit ihren letzten drei Auftritten in der Ilfishalle einigen Respekt verschafft.

Dreimal war das Stadion mit 6000 Zuschauern ausverkauft, und dreimal konnte sich der Aufsteiger nach sechzig Minuten von den begeisterten Fans als Sieger feiern lassen (4:2 gegen Ambri, 5:2 gegen Leader Gottéron und 4:2 gegen den SCB).

Mit dieser Erfolgsserie befinden sich die Emmentaler in bester Gesellschaft. Nur die Spitzenteams Gottéron und die ZSC Lions holten aus ihren letzten drei Heimspielen ebenfalls das Maximum von neun Punkten.

Die Ilfishalle wird im heutigen Heimspiel gegen die Kloten Flyers wiederum ausgezeichnet besetzt sein, und die SCL Tigers wollen sich von ihren Fans ein viertes Mal hintereinander zu einem Erfolg antreiben lassen. Sie liegen als Tabellenzehnter zwar unter dem Strich, doch der Rückstand auf die fünftklassierten Zürcher beträgt nur sechs Punkte.

Aufholbedarf in der Fremde

Die Equipe mit dem Langnauer Martin Gerber im Tor gewann zuletzt die Heimspiele gegen Gottéron und Zug jeweils mit 3:1, aber auswärts blieb sie bisher mit zwei Siegen und fünf Niederlagen deutlich unter den Erwartungen. Diese Chance wollen die Langnauer heute ausnützen.

Auch sie überzeugten auswärts mit nur vier Punkten nicht. Weshalb es ihnen bisher nicht gelungen ist, die zu Hause gezeigten Leistungen in der Fremde zu bestätigen, ist den Mannschaftsverantwortlichen ein Rätsel. In Bern (1:7), Zug (0:5) und Genf (0:4) waren die Langnauer chancenlos.

Aber beispielsweise in Kloten (2:3) und Davos (2:4) fehlten gegen keineswegs überzeugende Gegner unter anderem auch die nötigen Emotionen für durchaus mögliche Punktgewinne. Wie der Funke vom Publikum auf das Team springen und was er bewirken kann, war im Derby vor einer Woche zu erkennen.

Nach zwei Schüssen und zwei Minuten führte der SCB mit 2:0. Aber die Fans trieben den Aufsteiger mit ihrer pausenlosen Unterstützung zu einer Reaktion und zur Wende an. Die Emmentaler kämpften mit viel Herz, der eine oder andere wuchs sogar über sich hinaus, und in der Endabrechnung wies der Derbysieg die genau gleichen Merkmale auf wie die vier vorangegangenen Siege.

Die Basis bildete eine sehr solide Defensive. Torhüter Damiano Ciaccio überzeugte mit einer Abwehrquote von über 92 Prozent, das Penaltykilling mit nur zwei Gegentoren bei 24 Unterzahlsituationen.

Dazu kam ein halbes Dutzend Tore bei 24 Powerplays sowie keine einzige negative Bilanz bei fünf gegen fünf Spieler. Können die SCL Tigers auch heute gegen Kloten an diese Erfolgswerte anknüpfen und die nötigen Emotionen zeigen, sind die Chancen gross auf den vierten Heimsieg in Serie und damit den Verbleib in bester Gesellschaft.

Berner Zeitung

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