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Wird Ralph Krueger zum Einflüsterer der Deutschen?

Im WM-Viertelfinal trifft die Schweiz am Donnerstag in Mannheim auf Gastgeber Deutschland.

Stephan Roth und Si
Fredrik Petterson bezwingt den Schweizer Torhüter Tobias Stephan.
Fredrik Petterson bezwingt den Schweizer Torhüter Tobias Stephan.
Morris Trachsler läuft Schwedens Linus Omark hinterher.
Morris Trachsler läuft Schwedens Linus Omark hinterher.
Jungstar Magnus Svensson Pääjärvi konnte als Erster Tobias Stephan bezwingen.
Jungstar Magnus Svensson Pääjärvi konnte als Erster Tobias Stephan bezwingen.
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Vor dem letzten Zwischenrunden-Spiel war die Ausgangslage für die Schweiz klar: Mit einem Sieg gegen Schweden würden sie als Gruppensieger im Viertelfinal auf Dänemark treffen. Bei einer Niederlage auf Gastgeber Deutschland, der sich am Nachmittag mit einem 2:1 gegen die Slowakei für die K.o.-Runde qualifiziert hatte.

Doch von einem Sieg waren das Team von Sean Simpson gegen die starken Schweden weit entfernt. Am Schluss setzte es für die Schweizer eine 0:5-Niederlage ab. Somit kommt es zu folgenden Viertelfinals: Russland - Kanada Schweden - Dänemark Schweiz - Deutschland Finnland - Tschechien

Beim Duell gegen den ewigen Rivalen aus Deutschland könnte auch Ralph Krueger eine Rolle spielen. Der Deutsch-Kanadier, der bis zu den Olympischen Spielen in Vancouver die Schweizer Nationalmannschaft 13 Jahre lange trainiert hatte, sah man bei der WM mit dem Coach der Deutschen, Uwe Krupp, die Köpfe zusammenstecken. Man habe über psychologische Dinge gesprochen, sagte Krueger gegenüber «Sport1».

Krueger steht hinter Sohn Justin und Deutschland

Krueger könnte Krupp im Hinblick auf den Viertelfinal vom Donnerstag durchaus den einen oder anderen Ratschlag und Insider-Tipps über sein Ex-Team mit auf den Weg geben, zumal er ganz klar machte, wem er die Daumen drücken wird. Nämlich den Deutschen und nicht seinem Ex-Team. «Mein Sohn Justin spielt für Deutschland», erklärte Krueger. «Für mich ist meine Familie immer die Nummer 1. Die Schweizer Spieler sind zwar auch wie meine Kinder, aber stehe hinter meinem Sohn.»

Bei den Schweizern bemühte man sich nach der klaren Niederlage gegen Schweden um Positives. «Die Kampfmoral war da», sagte Sean Simpsons Assistent Manuele Celio. «Wir müssen uns auf das Spiel gegen Deutschland und die Chance, in den Halbfinal zu kommen, freuen.» Im Halbfinal würden die Schweizer auf Favorit Russland oder Olympiasieger Kanada treffen.

Schlechter Start wie gegen Norwegen

Statt erstmals als Gruppensieger beendet die Schweiz die Zwischenrunde auf Platz 2 - wie 1992 in Prag, vor zehn Jahren in Sankt Petersburg und vor vier Jahren in Turin (Olympia). Trotz der Niederlage gegen Schweden steht fest, dass die SEHV-Auswahl die Slowakei in der Weltrangliste überholen und wieder auf Platz 7 vorstossen wird.

Die Partie begann für die Schweizer erneut katastrophal. Julien Vauclair vertändelte nach drei Minuten in der eigenen Zone die Scheibe, Magnus Pääjärvi Svensson und Tony Martensson spielten daraufhin Mathias Seger und Goalie Tobias Stephan zum 1:0 lehrbuchmässig aus. Nach einem Abschnitt schmeichelte das 0:1 den Schweizern. Sean Simpson verlangte eine Reaktion. Aber auch der Start ins zweite Drittel missriet gründlich: Johan Harju nach 48 Sekunden (die Schweizer reklamierten Offside) und Victor Hedman 172 Sekunden später erhöhten auf 3:0.

Vauclair im Spital

Die Geschichte des Spiels erfuhr danach keine dramatische Wende mehr - obwohl Simpson beim Stand von 0:3 ein Timeout nahm. Aber es hätte auch keinen Sinn ergeben, 47 Stunden vor dem wichtigen, ja kapitalen Deutschland-Spiel noch unnötige Kräfte zu vergeuden. Die besten ihrer wenigen Chancen besassen die Schweizer im ersten Abschnitt. Der Formation um Martin Plüss bot sich eine Gelegenheit aufs erste Tor (3.), später verpassten Andres Ambühl (5.), Marcel Jenni (8.), Thibaut Monnet (8.) und Ivo Rüthemann (21.) den Ausgleich. Rüthemanns Chance war die beste; er verfehlte freistehend im Slot aus kurzer Distanz das Tor. Zehn Sekunden später stand es 0:2.

Die Schweizer verloren nicht nur die Partie, sondern mit Julien Vauclair auch noch einen wichtigen Spieler (Oberkörperverletzung). Vauclair lief in einen Check und wurde noch während des Spiels zur Abklärung in ein Spital gebracht. Coach Sean Simpson: «Wir hoffen, dass er am Donnerstag wieder spielen kann.»

2001 verlor die Schweiz gegen Deutschland 0:1

Gegen Viertelfinalgegner Deutschland verlor die Schweiz zuletzt im November am Deutschland-Cup in München (1:5). Die letzten Niederlagen an Weltmeisterschaften liegen sogar schon acht und mehr Jahre zurück: 2001 verloren die Schweizer in Köln 1:3, ein Jahr später setzte es in Jönköping ein 0:3 ab. Die letzten Vergleiche gewann das Schweizer Team: Zwei Wochen vor der WM siegte die Equipe von Sean Simpson in Schwenningen und Füssen 2:1 und 1:0. Seither erfuhren beide Kader aber noch diverse Änderungen.

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