Wiki und seine Vorliebe für die Berner Derbys

Mit dem 6:4-Erfolg gegen Huttwil gibt Wiki das Schlusslicht ab.

Obwohl von Mike Kunz (Mitte) bedrängt, beschäftigt Wikis Stürmer Yannick Joch (rechts) Huttwils Goalie Lukas Gasser.

Obwohl von Mike Kunz (Mitte) bedrängt, beschäftigt Wikis Stürmer Yannick Joch (rechts) Huttwils Goalie Lukas Gasser.

(Bild: Markus Grunder)

Peter Berger@PeterBerger67

Nur zwei Heimspiele hatte Wiki vor dem Duell gegen Huttwil in der laufenden Meisterschaft gewonnen. Beide Male waren die Aaretaler in einem Berner Derby siegreich gewesen. Thun wurde im Penaltyschiessen bezwungen (5:4), Lyss 7:2 geschlagen. Wiki setzte seine Derby-Vorliebe in der Sagibachhalle auch gestern fort und bezwang Huttwil, den vierten Berner Vertreter in der MSL, 6:4.

Damit gab das Team von Stefan Gerber die rote Laterne zumindest bis heute an Seewen ab. Den Grundstein zum Erfolg legte Wiki im ersten Drittel. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 26 Sekunden brachten Cédric Bichsel (nach schönem Zuspiel von Cyril Kormann) und Thomas Liechti die Gastgeber in Führung.

Diese war nicht unverdient, wenn auch etwas schmeichelhaft, denn die Huttwiler hatten durchaus auch ihre Möglichkeiten. Doch parierte Wiki-Goalie Sandro Zaugg mehrmals stark. Auch kurz vor der ersten Pause stoppte der Torhüter Huttwils solo anstürmenden Adrian Steiner gekonnt. Und statt des Anschlusstreffers fiel im Gegenzug das 3:0 durch Laris Joy Marbot.

Der scheinbar beruhigende Vorsprung schmolz allerdings im mittleren Abschnitt wieder. Das Heimteam agierte über weite Strecken zu passiv, konnte nicht verbergen, warum es am Tabellenende sitzt. Phasenweise war es nun eine Begegnung Not gegen Elend. Den Teams war die Verunsicherung aufgrund der Tabellenlage unter dem Trennstrich anzumerken.

Denn auch Huttwil überzeugte trotz dem 6:1-Sieg am Samstag gegen Chur nicht. Zwar hatten die Schützlinge von Andreas Beutler jetzt mehr vom Spiel, ihre Schüsse waren jedoch zu ungenau und konnten Zaugg nicht beunruhigen. Nur Matthias Seematter mit einem Distanzschuss und Michael Minder waren erfolgreich.

Die Aufholjagd fand indes ein rasches Ende. Bloss 82 Sekunden waren im letzten Abschnitt gespielt, als Kormann auf 4:2 erhöhte. Topskorer Stefan Baumgartner stellte schliesslich mit seinem achten Saisongoal den Drei-Tore-Vorsprung aus dem ersten Drittel wieder her und sicherte Wiki-Münsingen damit den dritten Derby-Heimsieg.

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