Wenn die Mixedzone zur Jubelzone wird

Roman Josi, Denis Hollenstein sowie die Torschützen Nino Niederreiter und Julian Walker sprechen nach dem 3:0-Halbfinalsieg gegen die USA über den historischen Schweizer Triumph.

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Reto Kirchhofer@rek_81

Die Mixed-Zone der Globe Arena wurde am Samstagabend zur Schweizer Jubelzone: SCB-Verteidiger Philippe Furrer schrie seine Freude laut heraus, Ryan Gardner trieb mit Roman Josi Schabernack. Und die meisten Spieler bemühten als erstes vor allem einen Ausdruck: ‹unglaublich›. «Es ist unglaublich, was diese Mannschaft leistet», sagte Josi. Der Nashville-Verteidiger spielt eine überragende Weltmeisterschaft und dürfte ins All-Star-Team gewählt werden. Nach dem 3:0-Erfolg im Halbfinal gegen die USA steht für Josi und Co. aber die wichtigste Partie noch an – das Endspiel gegen Schweden. «Wir haben gute Chancen auf WM-Gold», ist Josi überzeugt. Nach dem historischen Erfolg – die Schweiz steht erstmals seit 1935 im WM-Final und hat die erste Medaille seit 60 Jahren (WM-Bronze) bereits auf sicher – ist der Mannschaft im Vergleich mit dem Gastgeber alles zuzutrauen. «Es gibt nichts Geileres, als am Sonntagabend in diesem Stadion den WM-Final zu bestreiten», sagte Denis Hollenstein.

Walkers Tor des Abends

Die Schweizer Tore im Halbfinal erzielten Nino Niederreiter, Julian Walker und Reto Suri. Niederreiter hatte im Startdrittel noch eine Grosschance vergeben, «danach war ich kurz frustriert, wusste aber, dass ich hungrig bleiben musste. Beim Tor spielte mir Martin Plüss die Scheibe perfekt zu. In solch einem Moment einen Treffer zu erzielen, das war und ist ein unglaubliches Gefühl.»

Das schönste Tor des Abends gelang aber Servette-Stürmer Walker in der 51. Minute: Nach einem Steilpass Simon Mosers zog der in Rüfenacht aufgewachsene Stürmer auf US-Goalie John Gibson und bezwang den Youngster mit einem satten Schuss unter die Latte. «Es ging ganz schnell. Ich erhielt den Pass, drückte einfach ab, es ging auf», sagte Walker und lachte, «aber: Das war nur ein Tor. Es brauchte ganz viele andere gute Dinge von jedem Spieler, um diesen Halbfinal zu gewinnen.» Walker erwähnte den starken Torhüter Reto Berra («Er und Martin Gerber spielen überragend, strahlen viel Ruhe aus und geben uns Vertrauen») und lobte sämtliche vier Linien, die «ihre Aufgabe ausgezeichnet» erfüllten. Dass die Schweiz eine Medaille bereits auf sicher habe, sei schön und gut, «aber noch schöner ist, dass wir entscheiden können, welche es geben wird.»

Am Sonntagabend ab 20.30 Uhr geht es gegen Schweden um Gold. Wie sagte doch Roman Josi: «Nach neun Siegen in Serie machen wir nun das Stängeli voll.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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