Vincent Praplan zum SCB – ein Ja mit Vorbehalt

Vincent Praplan strebt in Florida den NHL-Durchbruch an. Klappt es nicht, kommt er nach Bern.

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Reto Kirchhofer@rek_81

Es ist ein Rattenschwanz. Ein Schweizer Spieler sucht sein Glück in Nordamerika und findet sich in der AHL wieder. Er möchte sich für die NHL empfehlen. Gleichzeitig gilt es Plan B zu definieren – für den Fall der Rückkehr in die Schweiz. In Nordamerika darf während der Saison nicht verhandelt werden. Natürlich wird es trotzdem getan. Diesbezüglich treibt das Schweizer Eishockey ja besonders bunte Blüten. Der Spieler unterschreibt während der Saison bei einem Schweizer Club mit Vorbehalt. Publik gemacht werden darf der Transfer erst, wenn die Saison in Übersee für den Spieler vorbei ist. Gelangt die Information vorher an die Öffentlichkeit, müssen alle vom Sportchef über den Agenten bis zum Spieler eifrig bis in den späten Frühling dementieren.

So lief das unlängst bei den Stürmern Joël Vermin und Christoph Bertschy. Beide hätte der SC Bern gerne verpflichtet. Beide entschieden sich frühzeitig für Lausanne. Ähnlich läuft es nun bei Vincent Praplan – mit einem wesentlichen Unterschied: Entscheidet sich der Flügel nach einem Jahr in Übersee für die Rückkehr in die Schweiz, wird er für den SCB spielen.

Nächster Anlauf in Florida

Praplan hatte vor seinem Wechsel nach Nordamerika für Kloten in drei Saisons hintereinander immer mindestens 15 Tore erzielt. Bei der WM 2017 überzeugte er mit 7 Punkten in 8 Partien. Im letzten Februar gehörte der Angreifer zum Schweizer Olympiateam. Bis Freitag stand er bei San José unter Vertrag, wo er ausschliesslich im Farmteam spielte (27 Spiele, 16 Punkte).

«Mein Ziel bleibt die NHL», sagte der 24 Jahre alte Walliser jüngst der Zeitung «Le Nouvelliste». Am Freitagabend wurde der Trade zu Florida publik. Sollte sich Praplan bei den Panthers nicht im NHL-Team etablieren können, wird Bern sein nächster Arbeitgeber sein. An den Diensten des Nationalspielers hatten auch Lugano, Lausanne und Servette Interesse bekundet.

Mit Praplan würde in Bern der Konkurrenzkampf bei den Flügeln verschärft: Moser, Scherwey, Rüfenacht, Sciaroni, Pestoni, Kämpf, Bieber, Berger, Grassi … plus Praplan? «Wir kommunizieren, wenn es etwas zu kommunizieren gibt», sagt SCB-Sportchef Alex Chatelain. Es ist schliesslich erst Februar.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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