SCB: Vier Asse und ein Schwarzer Peter

Wie in Biel ist beim SCB Aaron Gagnon überzählig gewesen. Die Ausländer erzielten alle drei Tore, konnten die Niederlage aber nicht verhindern.

Der Maxime Noreau schimpft mit dem Schiedsrichter.

Der Maxime Noreau schimpft mit dem Schiedsrichter.

(Bild: Andreas Blatter)

Adrian Ruch

SCB-Coach Kari Jalonen hat derzeit die Qual der Wahl. Er muss für jeden Match entscheiden, welcher Ausländer zusieht. Eigentlich sind es ja sogar zwei Fremdarbeiter, die sich jeweils mit Daumendrücken begnügen müssen. Doch ein Einsatz des kanadischen Goalies Michael Garnett ist kein Thema, solange Leonardo Genoni gesund ist. Gesetzt sind die Center Mark Arcobello sowie Andrew Ebbett.

Der Amerikaner ist als Topskorer ebenso unbestritten wie der Kanadier als Teamleader und Playoff-Spezialist. Ebbett hatte im Vorjahr in der Endphase im Durchschnitt für mehr als einen Zähler pro Partie gesorgt. Die beiden sind übrigens in der Serie gegen Biel die fleissigsten Punktesammler des SC Bern.

Mit Gagnon 8:1-Bilanz

Für den Schwarzen Peter kommen daher Verteidiger Maxim Noreau, der erst am 24. Januar verpflichtete Center Aaron Gagnon und Flügel Ryan Lasch in Frage. Gestern traf es wie schon in Biel Gagnon, obwohl der SCB mit ihm nur 1 von 8 Begegnungen verloren hat. Die Statistik dürfte bei Jalonens Überlegungen freilich eine untergeordnete Rolle gespielt haben, zumal die Bilanz mit dem für gestern nominierten Quartett ebenfalls hervorragend ist – nach der 3:6-Heimniederlage noch 15:4.

Die Tendenz allerdings ist beunruhigend: Seit dem Jahreswechsel hat Bern mit der Ausländerbesetzung Arcobello/Ebbett/Lasch/Noreau nur in 4 von 8 Spielen reüssiert. Jalonen mag sich nicht in die Karten blicken lassen. «Ich stelle das bestmögliche Team auf», sagte er lapidar. Und verraten, wem er morgen den Schwarzen Peter zuschiebt, wollte er auch nicht.

Alle vier eingesetzten Fremdarbeiter trafen gestern ins Netz, allerdings wurde Laschs Treffer aberkannt. «Es ist für uns keine einfache Situation, denn jeder will unbedingt spielen. Und für denjenigen, der zuschauen muss, ist es wirklich hart», erzählte Noreau, der im ersten Viertelfinalmatch hatte aussetzen müssen. «Doch langfristig betrachtet ist es eine gute Sache, Auswahl zu haben. Die Playoffs dauern lange.» Der Verteidiger befürchtet nicht, dass die Saison für den SCB schon bald zu Ende gehen könnte. «Wir müssen wieder unser Spiel spielen, diesmal zeigten wir kein SCB-Hockey.»

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