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Verständlich, aber heikel

Sportredaktor Marco Oppliger kommentiert den Entscheid des EHC Biel, seinen Trainer nicht zur Nationalmannschaft ziehen zu lassen.

Der EHC Biel hat ein klares Zeichen gesetzt: Er gibt Kevin Schläpfer definitiv nicht für den Posten des Nationalcoachs frei. Damit setzt sich die Seeländer Vereinsspitze entschieden gegen die Verbandsführung zur Wehr, die Schläpfer anging, obwohl dieser einen Vertrag bis 2018 besitzt. Dieses Vorgehen ist respektlos, die Reaktion der Bieler daher absolut verständlich.

Der Baselbieter ist der wichtigste Angestellte im Klub:Als Sportchef hatte er jene Mannschaft zusammengestellt, die 2008 den Wiederaufstieg realisierte. Später rettete er den EHC Biel als Trainernotnagel zweimal in der Ligaqualifikation, und in den letzten vier Jahren führte er den Aussenseiter dreimal in die Playoffs. Durch die Erfolge mit den Seeländern hat Schläpfer auf sich aufmerksam gemacht. Es versteht sich deshalb von selbst, ist der 45-Jährige ein Kandidat, wenn der Verband einen Schweizer als Nationaltrainer anstellen will. Zudem hat Schläpfer nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass Nationalcoach für ihn ein Traumjob wäre. Nun hat ihm sein Arbeitgeber diesen Traum vorerst kaputt gemacht.

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