Tigers sind auf Rekordkurs

Das Kader ist seit geraumer Zeit beisammen, das Ziel sind die Playoffs, der Vorverkauf läuft auf Hochtouren ­– bei den SCL Tigers ist drei Wochen vor dem Saisonstart Euphorie spürbar.

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Philipp Rindlisbacher

Sorgen? Habe er keine, sagt Jörg Reber. Der Tigers-Sportchef mag sich nicht beklagen, nach der zufriedenstellenden letzten Saison (Rang 9) ist der Sommer ruhig verlaufen, das Team steht seit Monaten beisammen. Weder Reber noch Coach Heinz Ehlers haderten lange mit dem Entscheid des ehemaligen SCB-Captains Martin Plüss, der den Langnauern vor zwei Wochen eine Absage erteilt hat. «Wir hatten ihm einen Platz freigehalten, aber nie mit ihm gerechnet», stellt Reber klar. Und Ehlers sagt, die Chemie in der Equipe stimme. «An und für sich brauchen wir keine weiteren Veränderungen.»

Mit 2 Goalies, 10 Verteidigern und 16 Stürmern ist das Kader ohnehin üppig besetzt und in der Breite wohl etwas stärker geworden. 5 Ausländer stehen unter Vertrag, wobei Eric Himelfarb zuletzt in der NLB spielte und in der Hierarchie zuhinterst steht. Der kanadische Angreifer ist mit einer Schweizerin verheiratet; es ist unklar, ob er die helvetische Staatsbürgerschaft noch vor Weihnachten erhalten und das Ausländerkontingent bald nicht mehr ­belasten wird. Nicht ausgeschlossen, dass vor Meisterschaftsbeginn ein Akteur ausgeliehen wird, sollte er keine Aussicht auf regelmässige Einsatzzeit haben.

Pascal Berger wohl Captain

In den ersten drei Vorbereitungsspielen in der letzten Woche waren die SCL Tigers trotz ansprechenden Leistungen unterlegen, die Resultate aber sind ohnehin zweitrangig. Vor Jahresfrist hatten die Langnauer sieben von acht Freundschaftsspielen für sich entschieden, danach jedoch die ersten neun Meisterschaftspartien verloren. Acht Profis sind zum Team gestossen, Heinz Ehlers tüftelt nun an der Zusammenstellung der Formationen. Pascal Berger dürfte Martin Stettler als Captain ablösen, wenngleich die Entscheidung bis anhin nicht kommuniziert worden ist. Verteidiger Stettler kann derzeit nicht mittun. Er leidet an Kniebeschwerden und wird den Saisonstart aller Voraussicht nach verpassen.

Das Langnauer Ziel ist die Playoff-Qualifikation, «da müssen wir nicht lange um den heissen Brei herum reden», meint Jörg Reber. In den letzten drei Jahren habe sich die Mannschaft kontinuierlich verbessert, «dieser Prozess soll anhalten». An Support wird es den Emmentalern kaum fehlen, der Verkauf von Dauerkarten läuft bereits auf Hochtouren. Der Rekordwert aus dem Vorjahr (4565) sollte übertroffen werden, Sitzplätze auf der Haupttribüne sind fast keine mehr verfügbar.

Berner Zeitung

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