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Spektakel auf und neben dem Eis

Die SCL Tigers wenden in Genf einen Rückstand und gewinnen 5:4 nach Verlängerung. Es handelt sich um den vierten Meisterschaftssieg in Folge. Nun sind die Emmentaler plötzlich wieder mittendrin im Kampf um einen Playoffplatz.

Die Tigers feiern den Auswärtserfolg gegen den direkten Tabellennachbarn.
Die Tigers feiern den Auswärtserfolg gegen den direkten Tabellennachbarn.
Keystone
Alexei Dostoinov schiesst die Langnauer ins Glück: in der ersten Minute der Verlängerung kann er den Langnauern den Zusatzpunkt sichern.
Alexei Dostoinov schiesst die Langnauer ins Glück: in der ersten Minute der Verlängerung kann er den Langnauern den Zusatzpunkt sichern.
Keystone
Die Tigers versuchen, sich mit einem Sieg gegen Genf in eine gute Ausgangslage in der Tabelle zu bringen und drei wichtige Punkte zu ergattern.
Die Tigers versuchen, sich mit einem Sieg gegen Genf in eine gute Ausgangslage in der Tabelle zu bringen und drei wichtige Punkte zu ergattern.
Keystone
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Die Pationoire Les Vernets mag in die Jahre gekommen sein, aber sie ist immer noch ein guter Ort, um einen kurzweiligen Abend zu verbringen. Es gibt Cheerleader, Torwandschiessen in der Pause, diverse Animationsprogramme für Kinder und natürlich auch Adler Sherkan, der jeweils vor Spielbeginn durch die Halle fliegt. Und als ob das alles nicht genug wäre, fand gestern gegen die SCL Tigers noch die «soirée peluches» statt. Seit elf Jahren dürfen die Zuschauer einmal pro Saison Plüschtiere auf das Eisfeld werfen, sobald Servette das erste Tor geschossen hat. Die Viecher werden dann unter anderem im Genfer Kinderspital verteilt.

Bei so viel Tam-Tam neben dem Eis standen Servettiens und Langnauer freilich in der Pflicht: Und die beiden Equipen enttäuschten nicht, sie lieferten sich einen unterhaltsamen Strichkampf. Es passte ganz gut, wurde die Partie in der Verlängerung, mit wildem 3-gegen-3-Hockey entschieden. Alexei Dostoinow setzte schliesslich den Schlusspunkt mit dem 5:4-Siegtreffer.

«Für diesen Sprint nach vorne habe ich meine letzten Energiereserven angezapft», meinte der Stürmer lächelnd. Für die SCL Tigers handelt es sich – den Sieg im Cup gegen Gottéron eingerechnet – um den fünften Erfolg in Folge. «Wir sind solider geworden, machen weniger grosse Fehler, und schiessen Tore», hält Heinz Ehlers fest. «Haben Charakter gezeigt»

Nun, die Partie hätte aus Emmentaler Optik kaum besser beginnen können. Yannick Blaser traf bereits nach drei Minuten zum 1:0. Die Genfer glichen durch Cody Almond zwar rasch aus, doch blieben die Gäste zumindest ebenbürtig.

Im zweiten Drittel verlagerte sich die Show schliesslich von den Rängen auf das Eis: Binnen vier Minuten fielen vier Tore – allerdings zu ungunsten der SCL Tigers, lautete das Skore doch 2:4. Benjamin Neukom hatte in dieser Phase mit dem 2:2 aber immerhin das schönste Tor der Partie erzielt – und ein überaus wichtiges.

«Aus einer solchen Möglichkeit machen wir sonst selten ein Tor, das gab dem Team Zuversicht», sollte später Ehlers sagen. Die Folge: Yannick-Lennart Albrecht (35.) mit einem Abpraller und Ville Koistinen gleich zu Beginn des dritten Drittels in Überzahl ebneten den SCL Tigers den Weg zum Sieg. «Die Jungs haben Charakter gezeigt», lobt der Coach.

Ein freies Wochenende

Vier Siege de suite in der Meisterschaft gelangen den Langnauern zuletzt Ende Januar respektive Anfang Februar dieses Jahres - es sollte ihnen trotzdem nicht mehr für die Playoffs reichen. Nun allerdings haben sie nach ihrem verpatzten Saisonstart in der Tabelle Boden gut gemacht, liegen nur noch einen Zähler hinter dem kriselnden, siebtplatzierten EHC Biel. Und die Aussichten für die Equipe Heinz Ehlers’ ist günstig: Nächste Woche trifft sie auf Schlusslicht Kloten und Biel.

Weil das Lazarett allerdings gross ist, und sich mit Stefan Rüegsegger – er erhielt einen Schlag auf den Oberschenkel – gestern ein weiterer Spieler dazu gesellte, ist Ehlers’ Fingerspitzengefühl gefragt. Bereits in dieser Woche beschränkte er sich auf kurze Trainingseinheiten, nun erhalten die Spieler ein freies Wochenende. «Wir müssen uns nun auf die letzten drei Spiele bis zur Nationalmannschaftspause fokussieren, die Kräfte einteilen», erklärte der Coach. Und schliesslich sollen seine Spieler nach diesem Spektakel wieder zur Ruhe kommen.

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