So entspannt erlebt Zug den Berner Playoff-Krimi

Der EVZ kann in aller Ruhe darauf warten, ob ihm ab Donnerstag Bern oder Biel im Playoff-Final gegenübersteht.

Bern oder Biel: Wer wird der Finalgegner der Zuger?

Bern oder Biel: Wer wird der Finalgegner der Zuger?

(Bild: Keystone)

Siebte Spiele in einer Serie, sie sind das Salz jedes Playoff. Nie sind mehr Qualitäten gefragt, als wenn es an einem Abend für beide Teams ums sportliche Überleben geht. Jeder Fehler, jede Unachtsamkeit kann die eigene Mannschaft ins Saisonende schicken, dementsprechend gross ist die Anspannung. «Es sind wunderbare Spiele, aber es tut auch gut, ein solches aus der Distanz zu verfolgen», sagt Zugs Verteidiger Jesse Zgraggen.

Der EVZ steht seit letzten Donnerstag als Finalist fest und wartet auf den Gewinner des Berner Derbys zwischen Bern und Biel. Der 1:0-Erfolg der Hauptstädter am Samstag spielte den Zugern insofern in die Karten, als dass der mentale und körperliche Energieverlust des potenziellen Finalgegners dadurch noch grösser wird. Zumal es bereits am Donnerstag weitergeht, für Zug entweder in Bern oder zu Hause gegen Biel.

Während der SCB und der EHC heute also bis spätabends – oder im Extremfall bis in die frühen Morgenstunden – alles geben müssen, erledigte Zug das Tagespensum am späten Vormittag. Konzentriert wurde gearbeitet auf dem Eis. Fünf-gegen-drei-Situationen, aber auch Sequenzen bei numerischem Gleichstand, unterbrochen durch kurze, klare Anweisungen an der Taktiktafel. «Es ist wichtig, die Intensität auch im Training hoch zu halten, damit wir am Donnerstag bereit sind», so Zgraggen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Nur gerade drei Journalisten verfolgten die Trainingseinheit, alles ging seinen gewohnten Gang. Geschäftigkeit gab es vorab auf dem Arenaplatz vor der Halle, wo derzeit alles für das Public Viewing aufgebaut wird. Trainer Dan Tangnes kann mit dieser klassischen Ruhe vor dem Sturm gut leben: «Wir können gut trainieren – und an letzten Details arbeiten», sagt der Norweger, der vor seinem ersten Playoff-Final geradezu tiefenentspannt wirkt.

Heute Abend können die Zuger die Beine hochlagern und werden dies mehrheitlich vor dem TV-Gerät tun. «Die meisten von uns werden die Partie wohl anschauen, ich sicher auch» sagt Zgraggen. Nicht gerade als klassischer Fan aber. Chips und Bier stehen nicht auf dem Menüprogramm, auch Wein nicht. «Es ist die Zeit der Saison, in der wir alles dem Eishockey unterordnen. Ich werde mich mit einem Wasser begnügen, für das eine oder andere Bier bleibt dann nach dem Final Zeit.

Zum Pflichtprogramm gehört die Partie für das Trainertrio Tangnes, Stefan Hedlund und Josh Holden. «Wir werden die Partie gemeinsam anschauen», sagt der Norweger. Er habe noch damit geliebäugelt, in die Postfinance-Arena zu fahren, aber doch darauf verzichtet, weil man ja nicht weiss, wie lange die Partie geht. «Und morgen wird für uns alle ein sehr langer Tag», weiss Tangnes.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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