Silbermedaille mit Goldrand

Dank Torhüterin Saskia Maurer und einer guten Teamleistung schnupperte Bomo Thun an der Sensation. Letztlich ging der Cupfinal gegen die ZSC Lions erst in der Verlängerung 2:3 verloren.

Cupheldinnen: Die Spielerinnen von Bomo Thun realisierten mit der Cupsilbermedaille den grössten Erfolg in der Klubgeschichte.

Cupheldinnen: Die Spielerinnen von Bomo Thun realisierten mit der Cupsilbermedaille den grössten Erfolg in der Klubgeschichte.

(Bild: Andrea Branca (PD))

Bomo Thun verliert zwar den Cupfinal gegen die ZSC Lions, erreicht mit dem Gewinn der Silbermedaille am Finalturnier des Swiss Women’s Cup in Biasca jedoch den grössten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Das eine Auge weinte, das andere lachte: Bomo-Präsident Walter Minder nannte den Gewinn der Silbermedaille nach der knappen 2:3-Niederlage in der Verlängerung des Cupfinals gegen den haushohen Favoriten ZSC Lions eine «Silbermedaille mit Goldrand». Die kanadische Stürmerin Leslie Oles sprach von einem «bittersüssen Erlebnis», und Nationalspielerin Tess Allemann meinte, «wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren».

In der Tat schnupperten die Thunerinnen lange an der Sensation, führten bis zur 43. Minute dank zwei Oles-Toren mit 2:0 und frustrierten die erfolgsverwöhnten Zürcherinnen mit ihrem aufsässigen und hartnäckigen Spiel. Man habe die Konsequenzen aus der 0:18-Totalblamage in der Meisterschaft vor einer Woche gezogen und das Spielsystem angepasst, sagte die Jurassierin Sarah Forster. «Das hat den Gegner aus der Ruhe gebracht und uns stark gemacht. Wir haben die ZSC Lions frustrieren, aber am Ende doch nicht schlagen können», hielt die Nationalspielerin fest.

Der Schlüssel zum Erfolg des Thuner Spiels hiess Teamwork. «Unglaublich, wie wir als Team gespielt haben», meinte Leslie Oles und fand Support bei Captain Andrea Schranz, die von «einem wirklich starken Teamwork» sprach. Die Silbermedaille erfülle sie mit Stolz, fügte sie bei. Und auch die zweite kanadische Stürmerin, Stefanie Pohlod, sah in der mannschaftlichen Geschlossenheit einen der Hauptgründe für den Erfolg. «Ich bin echt stolz, Teil dieses Teams zu sein.»

Eine Spielerin allerdings hoben alle heraus: Torhüterin Saskia Maurer. «Sie hat uns mit ihren Paraden im Spiel gehalten», analysierte Tess Allemann, und Sarah Forster meinte: «Das war eine Superleistung, ich ziehe meinen Hut vor Maurers Leistung.»

Für Trainer Steve Huard ist die Silbermedaille sehr wertvoll. Das Finalspiel habe aufgezeigt, wozu das Team fähig sei, und sei eine perfekte Motivation für die nach der Olympiapause beginnenden Playoffs, in denen Bomo im Halbfinal auf Lugano treffen wird.

Berner Zeitung

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