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Servette düpiert Kanada erneut

Titelverteidiger Servette steht beim Spengler-Cup im Final. Die Genfer bezwingen im dramatischen Halbfinal das Team Canada 6:5 und treffen auf Salawat Ufa.

Genfer Jubel nach spannendem Halbfinal: Titelverteidiger Servette hat erneut den Finaleinzug beim Spengler-Cup geschafft – nach einem Herschlagsduell und einem 6:5-Sieg gegen Team Canada.
Genfer Jubel nach spannendem Halbfinal: Titelverteidiger Servette hat erneut den Finaleinzug beim Spengler-Cup geschafft – nach einem Herschlagsduell und einem 6:5-Sieg gegen Team Canada.
Keystone
Nach 31 Minuten sehen die Genfer Adler wie die sicheren Sieger aus. Sie führen 5:0 und haben ihren Gegner im Griff.
Nach 31 Minuten sehen die Genfer Adler wie die sicheren Sieger aus. Sie führen 5:0 und haben ihren Gegner im Griff.
Keystone
Es ist ein überaus unterhaltsamer und attraktiver Kampf, der aber fair ausgetragen wird. Die Zuschauer kommen auch im zweiten Halbfinal vollends auf ihre Kosten. Somit stehen sich an Silvester Servette und Ufa im Final gegenüber. Es ist die gleiche Affiche wie beim Eröffnungsspiel, das die Genfer mit 3:2 für sich entschieden.
Es ist ein überaus unterhaltsamer und attraktiver Kampf, der aber fair ausgetragen wird. Die Zuschauer kommen auch im zweiten Halbfinal vollends auf ihre Kosten. Somit stehen sich an Silvester Servette und Ufa im Final gegenüber. Es ist die gleiche Affiche wie beim Eröffnungsspiel, das die Genfer mit 3:2 für sich entschieden.
swiss-image.ch/Andy Mettler
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Bereits vor einem Jahr eliminierte das Team von Trainer Chris McSorley die Kanadier im Halbfinal des prestigeträchtigen Turniers mit dem gleichen Resultat. Ähnlich wie vor 12 Monaten gaben sie auch diesmal eine sicher geglaubte Führung fast noch aus der Hand. So souverän wie die Genfer in den ersten Spielhälfte das Geschehen kontrollierten, so leichtsinnig verspielten sie innert wenigen Minuten einen 5:0-Vorsprung. Letztendlich war der Sieg der Adler, die morgen um 12 Uhr im Endspiel auf Salawat Julajew Ufa treffen, aber verdient. Die Kanadier verpassen derweil zum zweiten Mal in Folge den Einzug in den Final. Zuletzt war dies 1994 der Fall.

Wie vor einem Jahr lag Genf nach 20 Minuten 2:0 vorne. Ambris Leihgabe Inti Pestoni (9.) und Tom Pyatt (20.) hatten getroffen. Im Vergleich zum Vortag, als die Kanadier gegen Jokerit Helsinki ein 0:2-Rückstand noch in ein 5:2 umwandeln konnten, fand das Team von SCB-Coach Guy Boucher vorerst kein Rezept gegen die zielstrebigen Westschweizer. Nach einem Genfer Doppelschlag innert 20 Sekunden liess sich Kanadas Goalie Drew MacIntyre nach 28 Minuten durch seinen Ersatzmann Nolan Schaefer ersetzen. Romain Loeffel und Cody Almond hatten für Genf getroffen. Schaefers Ungeschlagenheit hielt aber nicht lange Stand. Kurz nach Spielhälfte erhöhte Timothy Kast in Unterzahl gar auf 5:0.

Der Ärger von Boucher

Dann startete Kanada aber die grosse Aufholjagd. Bis zur zweiten Pause verkürzte der 19-fache Finalist auf 3:5. Mike Hedden (31.), Ryan Parent (37.) und Jerome Samson (40.) brachten die Hoffnung bei den Nordamerikanern wieder zurück. Spätestens nach dem 4:5-Anschlusstreffer von Ambris Alexandre Giroux zu Beginn des Schlussabschnitts war die Spannung wieder zurück. Nach dem 6:4 durch Loeffel (46.) konnte Marc-Antoine Pouliot (51.) erneut verkürzen. Bei diesem Spielstand blieb es. Die Kanadier versuchten mit einem sechsten Feldspieler zwar nochmals den Ausgleich zu erzielen, doch an Servette-Goalie Janick Schwendener gab es kein weiteres Vorbeikommen mehr.

Die Chance zum Ausgleich vergab aber auch Boucher. Ihm passierte 35 Sekunden vor Schluss ein Wechselfehler. Mehrmals hatte Head Stefan Eichmann die Kanadier aufgefordert, schneller zu wechseln und sie deswegen auch schon verwarnt. Nun hatte der Schweizer Schiedsrichter genug und bestrafte die Kanadier mit einer Zweiminuten-Strafe. Das zog reglementsgemäss ein Bully vor Goalie Schaefer nach sich. Nach Spielschluss war Boucher mehr als sauer und liess verbal seinen Frust an Eichmann aus. Es war kein sportlicher Abgang des SCB-Trainers – aber ein Zeichen, dass das Turnier dem ehrgeizigen Coach keineswegs egal ist.

(si)

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