SCL Tigers: Wirbel um Aaron Gagnon

Die SCL Tigers verabschiedeten am Freitag Stürmer Aaron Gagnon – er könnte aber in Langnau bleiben.

Aaron Gagnon ist als fünfter Ausländer ein Thema.

Aaron Gagnon ist als fünfter Ausländer ein Thema.

(Bild: Christian Pfander)

Zehn Spieler wurden verabschiedet am Langnauer Abschlussabend vergangenen Freitag. Bei einem erstaunte es, dass er nette Worte zu hören kriegte und ihm ein Präsent überreicht wurde – der Abgang Aaron Gagnons hatte sich nicht wirklich abgezeichnet. Sportchef Marco Bayer bestätigte gegenüber dem Lokalradio neo1, der Vertrag des Kanadiers werde nicht verlängert, die Meldung wurde am Wochenende über diverse Kanäle verbreitet. Nur: Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch lange nicht gesprochen.

Wer sich in der Mannschaft umhört, vernimmt nur Gutes über Gagnon; Begriffe wie Vorbild, Vaterfigur und Integrationshelfer fallen. Bei Heinz Ehlers steht der 32-Jährige dem Vernehmen nach allerdings nicht ganz so hoch im Kurs wie bei den Mitspielern oder etwa beim Verwaltungsrat – und des Trainers Wort hat in Langnau zuweilen etwas gar viel Gewicht.

Bayer jedoch präzisierte seine Sicht der Dinge am Samstag gegenüber dieser Zeitung; Gagnon sei als vierter Ausländer (erst Harri Pesonen, Chris DiDomenico und Robbie Earl stehen unter Vertrag) tatsächlich kein Kandidat, als Nummer 5 jedoch durchaus ein Thema. «Ich habe aber mit offenen Karten gespielt und dem Profi keine falschen Versprechungen machen wollen.» Schliesslich habe er keine Garantie, mit fünf Ausländern in die nächste Saison starten zu können.

Gerbers neue Rolle

Doch die Finanzierung scheint mittlerweile gesichert, selbst der für seine Zurückhaltung in derlei Dingen bekannte Präsident Peter Jakob soll seine Zweifel abgelegt haben. Ergo könnte Gagnon bei den SCL Tigers, für die er in zwei Jahren 35 Tore schoss, bleiben. Zumal es ihm und seiner schwangeren Gattin im Emmental bestens gefällt, er offenbar mit einer Lohnreduktion einverstanden wäre und die Rolle des Ersatzausländers akzeptieren würde.

Einen Schweizer Spieler werden die SCL Tigers nicht mehr verpflichten. Seinen Rücktritt bekannt gegeben hat derweil Flügel Roland Gerber, er wird dem Verein jedoch erhalten bleiben und künftig eine Aufgabe im Materialbereich übernehmen. Eine Lösung zeichnet sich im Fall Flurin Randegger ab.

Der beim Coach in Ungnade gefallene Routinier verhandelt offenbar mit Rapperswil, es könnte demnächst zur Einigung kommen – spätestens mit der eingesparten Lohnsumme erübrigten sich die letzten Diskussionen über den fünften Ausländer. Zumindest Randegger wurde am Freitag noch nicht verabschiedet.

Berner Zeitung

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