«Habe alles erlebt»

Nun ist es definitiv: Sandro Moggi beendet seine Karriere nach über 400 Spielen für die SCL Tigers. Der 33-Jährige kümmert sich nun um diverse Projekte, er bleibt dem Klub aber erhalten.

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Irgendwann beginnt Sandro Moggi zu schmunzeln. Dann sagt er: «Ausser dem Meistertitel in der NLA habe ich eigentlich alles erlebt.» Das ist gewiss keine Übertreibung. Während der Saison 2007/2008 wechselte der Uzwiler vom SC Bern zu den SCL Tigers. In den letzten neun Jahren ging der Klub beinahe in Konkurs, qualifizierte sich für die Playoffs, sanierte das Stadion, stieg ab und wieder auf – und Moggi war stets dabei. «Für mich gibt es nichts anderes als Langnau», sagt er.

Nun aber ist Schluss. Nach 551 Spielen in der NLA und der NLB – davon 409 für die SCL Tigers – zieht sich der Stürmer vom Spitzensport zurück. Dieser Entscheid sei bereits länger gereift, hält Moggi fest. «Für mich war klar, dass ich keine grossen Sprünge mehr machen werde. Und irgendeinmal ist es halt vorbei.» Dank diversen Angeboten aus der Privatwirtschaft fiel ihm der Rücktrittsentscheid leicht.

Fussball, Fischen, Uni

Der 33-Jährige wirkt aktuell im Organisationskomitee des Uhrencups mit, er ist in den Bereichen Hospitality und Promotion tätig. Das Fussball-Vorbereitungsturnier wird nächste Woche nach längerer Abwesenheit wieder in Biel und in Grenchen durchgeführt; als Teilnehmer stehen YB, der FC Zürich, Galatasaray Istanbul und Borussia Mönchengladbach fest.

Daneben absolviert Moggi an der Universität St. Gallen ein Sportmanagementstudium. Und zu guter Letzt führt er mit Freunden und Partnern noch einen ­Onlineshop für Fischereiartikel (www.fischen.ch). «Mir wird also bestimmt nicht langweilig werden», sagt er und lacht.

Als Zuschauer dabei

Damit wird nächste Saison in Langnau nur noch ein Moggi spielen. Abgesehen von einer halben Saison, als Sandro beim SCB und Claudio in Langnau war, standen die beiden stets beim gleichen Verein unter Vertrag. Dennoch sei es nie zur Debatte gestanden, dass auch der Zwillingsbruder seine Karriere beende, betont Sandro Moggi. «Jeder geht seinen Weg. Wenn er weiterspielen will, soll er das tun. Ich mache ja auch das, was ich will.»

Und er wird den SCL Tigers in einer anderen Form erhalten bleiben. Die Donatoren des Clubs 76 haben ihn als Werbebotschafter angefragt. «Nach neun Jahren in Langnau ist das für mich eine schöne Geste», sagt Moggi. Er wird nächste Saison also öfters als Zuschauer in der Ilfishalle anzutreffen sein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.07.2016, 07:39 Uhr

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