SCL Tigers melden sich spektakulär zurück

Die SCL Tigers bezwingen den EHC Biel 6:5 und gleichen damit die Playout-Serie wieder aus. Am Ostermontag (16.30 Uhr) erfolgt in Biel der fünfte Akt im Duell zwischen Seeländern und Emmentalern.

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Marco Oppliger@BernerZeitung

Zuhause im Glück. Was nach einer seichten RTL2-Sendung tönt, könnte als perfektes Motto für den diesjährigen Playout-Final dienen. 2:2 steht es nun in der Serie zwischen den SCL Tigers und dem EHC Biel – nachdem beide Teams je zweimal vor heimischem Anhang gewinnen konnten.

Der 6:5-Sieg der SCL Tigers am Samstag in der ausverkauften Ilfishalle war zweifellos verdient. Die Equipe Scott Beatties zeigte sich im Vergleich zum nonchalanten Auftritt am Donnerstag deutlich aktiver, auch wenn sie einen zwischenzeitlichen 3:0-Vorsprung Preis gab.

Turbulentes Schlussdrittel

Nach einem torlosen Startdrittel eröffneten die SCL Tigers das Skore in der 28. Minute. Ville Koistinen traf im Powerplay mit einem satten Schuss zum 1:0. Rund eine Minute später bot sich den Gastgebern gar die Gelegenheit, während 86 Sekunden in doppelter Überzahl zu spielen. Doch sie vermochten daraus keinen Profit zu schlagen. Besser machten es die Emmentaler bei nummerischem Gleichstand auf dem Eis. Sven Lindemann lenkte nach genau 34 Minuten einen Schuss Jewgeni Schiriajews zum 2:0 ab. Und es kam aus Langnauer Optik gar noch besser: Nach einer Strafe gegen David Moss benötigten die SCL Tigers nur 21 Sekunden, um durch Kévin Hecquefeuille auf 3:0 zu erhöhen. Die Vorentscheidung? Mitnichten.

Noch vor der zweiten Pause verkürzte Maxime Macenauer für die bis zu diesem Zeitpunkt schwachen Bieler. Und direkt nach dem Unterbruch sorgte der Frankokanadier mit dem 2:3 dafür, dass das Spiel auf einmal wieder offen war. Es war der Auftakt in ein für die 6000 Zuschauer äusserst attraktives Drittel. Nur etwas mehr als eine Minute später erhöhte Yannick-Lennart Albrecht auf 4:2 - doch der beruhigende Vorsprung hielt für die Emmentaler nicht lange. Robbie Earl in Überzahl (45.) und Gaëtan Haas (49.) sorgten tatsächlich für den Ausgleich.

Doch: Die SCL Tigers vermochten wiederum zu reagieren. Chris DiDomenico bediente Sandro Moggi mustergültig – 5:4. Und als Lukas Haas in der 59. Minute per Buebetrickli auf 6:4 erhöhte, schien die Partie entschieden – schien. Denn die Bieler steckten nicht auf, Haas erzielte 41 Sekunden vor dem regulären Ende den Anschlusstreffer. Doch für mehr reichte es den Gästen nicht mehr.

Ajoie vor NLB-Titel

«Im zweiten Drittel waren wir endlich einmal effizient im Powerplay», meinte Albrecht, «das war sehr wichtig». In der zweiten Pause habe der Coach die Mannschaft ermutigt, genauso weiterzuspielen. «Doch dann kassierten wir früh den Anschlusstreffer, das gab ihnen Schub, und wir haben plötzlich zu viel zugelassen», sagte Albrecht. Letztlich hätten die SCL Tigers auch eine Portion Glück benötigt, «aber das spielt keine Rolle, diesen Sieg nehmen wir auch so.» Derweil war für Biels Nicholas Steiner der Grund für die Niederlage klar: «Es war ein Spiel, das von vielen Emotionen geprägt war. Und wir haben zu viele Strafen genommen.»

2:2 steht es nun also in dieser Playout-Serie, am Ostermontag um 16.30 Uhr folgt in der Tissot-Arena der fünfte Akt. Geht es nach der Gesetzmässigkeit, läge der Vorteil nun wieder auf Bieler Seite. Vielleicht allerdings könnte die Brisanz der Playout-Serie am Dienstagabend abrupt abnehmen: Denn Ajoie bezwang Rapperswil-Jona am Samstag mit 5:1. Den Jurassiern fehlt noch ein Sieg für den NLB-Titel. Schaffen sie diesen – frühestens am Dienstag - gibt es keine Ligaqualifikation, da Ajoie keinen Antrag für eine NLA-Lizenz gestellt hat. Es überraschte deshalb kaum, jubelten die Zuschauer in der Ilfishalle laut auf, als jeweils der Zwischenstand aus Pruntrut auf dem Videowürfel eingeblendet wurde.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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