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Einmal durchschnaufen

Dank dem 4:3-Sieg gegen Schlusslicht Kloten sind die SCL Tigers aus dem Gröbsten raus – das Polster auf die Playout-Plätze ist vor Beginn der Platzierungsrunde komfortabel. Zu überzeugen vermag Langnau aber nicht.

Mikael Johansson feiert das Siegestor seines Teamkollegen Pascal Berger.
Mikael Johansson feiert das Siegestor seines Teamkollegen Pascal Berger.
Keystone
Pascal Berger trifft zum 3:4 für die Tigers.
Pascal Berger trifft zum 3:4 für die Tigers.
Keystone
Alexei Dostoinov feiert seinen Treffer zum 1:2 mit Eero Elo.
Alexei Dostoinov feiert seinen Treffer zum 1:2 mit Eero Elo.
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Dazwischen: war es richtig gut. Aber ganz zu Beginn? Hatte wenig zusammengepasst. Und gegen Ende: klappte nicht mehr viel. In etwa so lässt sich die Qualifikation aus Langnauer Optik zusammenfassen. Mit dem 4:3-Erfolg im letzten Spiel in Kloten flachte zumindest die hausgemachte Unruhe und Nervosität nach der verpassten Playoff-Qualifikation ab.

Wenngleich Ambri gegen Zug ebenfalls siegte, liegen die SCL Tigers vor Beginn der sechs Partien umfassenden Platzierungsrunde 10 Punkte vor den Tessinern respektive Rang 11, der zur Teilnahme am Playout verpflichtet. Die Situation ist ziemlich komfortabel; es müsste schon fast alles Erdenkliche schiefgehen, sollten sich die Langnauer den Ligaerhalt nicht vorzeitig sichern.

Spürbare Verunsicherung

Wenn man so will, begann die Platzierungsrunde für die Emmentaler bereits am Montag beim Tabellenletzten. Und Sieg hin oder her, ihre Verunsicherung stellten die Tigers dabei phasenweise zur Schau – hinten wie vorn.

«Wir hatten alles im Griff», meinte Verteidiger Federico Lardi schmunzelnd, mit einem Hauch Ironie und spürbar erleichtert. Nach dem durchaus ansprechenden Startdrittel verteidigten die Gäste zu wenig kon­sequent und begingen in der Offensivzone Fehler um Fehler.

Die Mängel gipfelten im Shorthander zum 2:2, womit das eher blasse Kloten zurück im Spiel war. ­Lediglich zwei Schüsse gaben die Tigers im Mittelabschnitt aufs gegnerische Gehäuse ab. «Das war sehr schlecht», resümierte Heinz Ehlers. In Anbetracht des Trainers Schelte am Wochen­ende erstaunte die Darbietung.

Weitaus mehr Engagement zeigte das junge Pärchen, welches während eines Unterbruchs von der «Kusskamera» auf dem Bildschirm zur Tat aufgefordert wurde. Richard Gere und Julia Roberts wären beim Anblick wahrscheinlich vor Neid erblasst.

Ehlers aber sah zu Recht auch positive Ansätze, die Steigerung im Schlussdrittel etwa, in welchem der zuletzt kritisierte Schwede Andreas Thuresson im Powerplay (43.) und der einmal mehr überzeugende Captain Pascal Berger (51.) mit zwei sehenswerten Toren die Wende herbeiführten.

Der Coach sprach von einem eminent wichtigen Sieg. «Ambri ist in Form, Ambri macht Druck. Ich bin glücklich, haben wir den Gegner nicht näher kommen lassen.» Zum Auftakt der Platzierungsrunde empfangen die Tigers am Samstag Lausanne. Nicht mittun können die verletzten Stürmer Benjamin Neukom und Thomas Nüssli.

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