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Schweiz taucht gegen Norwegen

Zwei Wochen vor dem WM-Auftakt ist die Schweiz weit von einer überzeugenden Performance entfernt. In Langenthal verliert die Equipe Patrick Fischers gegen Norwegen 1:2.

Gegen Norwegen vergaben die Schweizer einfach zu viele Chancen, hier Debütant Calvin Thürkauf.
Gegen Norwegen vergaben die Schweizer einfach zu viele Chancen, hier Debütant Calvin Thürkauf.
Keystone

Die Schweizer Nationalmannschaft in Langenthal – da war doch was? Im April 2013 gastierte die Auswahl letztmals in der Schorenhalle. Gegner (Deutschland) und Resultat (2:1) blieben eher nicht in Erinnerung, dafür der Umstand, wonach Ivo Rüthemanns grosse Nationalmannschaftskarriere auf der Tribüne im Schoren zu Ende ging; still auf jeden Fall, heimlich nur bedingt.

Nationalcoach Sean Simpson setzte den Flügel im zweitletzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft in Schweden nicht ein. Kurze Zeit später strich Simpson den verdienstvollen Nationalspieler ganz aus dem Kader. Für Rüthemann war das Verdikt umso härter, als die Schweiz in Stockholm Silber gewinnen sollte.

Grundsätzlich also stehen Gastspiele der Schweizer in Langenthal als Vorbereitung auf Weltmeisterschaften im Norden unter einem guten Stern. Gut war im Vergleich mit Norwegen aber eher wenig, richtig schlecht war die Chancenauswertung. Bei sommerlichen Temperaturen erspielte sich die Auswahl von Patrick Fischer während zweier Drittel ein deutliches Plus an Tormöglichkeiten, der Angriff erwies sich aber als laues Lüftchen.

Es fehlten Gelassenheit, Präzision. Und das Überzahlspiel ist unter Fischers Ägide seit längerer Zeit der Problemschüler. So genügte den unterdurchschnittlich besetzten Norwegern eine durchschnittliche Leistung zum 2:1-Erfolg. Die Schweizer erlitten in der fünften Vorbereitungspartie im Hinblick auf die WM in Dänemark die dritte Niederlage.

Am Verdikt konnten die erstmals eingesetzten SCB-Spieler Simon Bodenmann, Gaëtan Haas, Simon Moser, Thomas Rüfenacht, Tristan Scherwey und Ramon Untersander nichts ändern. Der siebte im Berner Bunde, Torhüter Leonardo Genoni, war ebenso überzählig wie der einzige Langnauer Akteur Yannick-Lennart Albrecht.

«Von uns muss mehr kommen. Wir müssen lernen, solche Spiele 2:1 zu gewinnen», sagte Rüfenacht. Der 33 Jahre alte Stürmer vermochte das Ereignis problemlos in Relation zu stellen – er war am Dienstag zum dritten Mal Vater geworden. Auf zwei Mädchen folgte ein Bube, weshalb der stolze Vater zufrieden verkündete: «Familie komplett!»

Verstärkung aus Übersee

Jedenfalls war der Vergleich gegen Norwegen für die Schweizer zwei Wochen vor dem ersten WM-Match einer mit überschaubarer Aussagekraft. Das Kader wird noch wesentliche Änderungen erfahren. Von den Playoff-Finalisten ZSC Lions und Lugano dürften bis zu elf Spieler zum Kandidatenkreis zählen. Zwei weitere stehen in der Ligaqualifikation für Kloten im Einsatz (Denis Hollenstein, Vincent Praplan).

Zudem ist mit Verstärkung aus Übersee zu rechnen. In Bezug auf die notorische Abschlussschwäche könnte etwa der Zuzug der Angreifer Nino Niederreiter (Minnesota) und Sven Andrighetto (Colorado) Abhilfe schaffen. Die beiden Flügel kämpften in der Nacht auf Samstag gegen das Ausscheiden aus dem NHL-Playoff. Auch Center Nico Hischier steht mit New Jersey vor dem Saisonende. Allerdings ist anzunehmen, dass die Verantwortlichen der Devils ihren Nummer-eins-Draft nach seiner kräfteraubenden ersten NHL-Spielzeit nicht für die WM freigeben würden.

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