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Schiefes Licht auf SCB-Trainerpolitik

Sportredaktor Reto Kirchhofer zum Entscheid des SC Bern, den Vertrag von Trainer Lars Leuenberger nicht zu verlängern.

Die Verantwortlichen des SC Bern haben entschieden: Lars Leuenberger ist nicht der richtige Coach für die Zukunft. Ab Sommer dürfte Kari Jalonen, aktuell Nationaltrainer Finnlands, die Geschicke leiten. Der Entscheid ist legitim. Doch der Zeitpunkt und die Umstände werfen einmal mehr ein schiefes Licht auf die Trainerpolitik des SCB. So erfolgreich und zielstrebig der Klub seit Jahren wirtschaftet, so unstrukturiert und orientierungslos agiert er in der Trainerfrage.

Mitte November sprach der Verwaltungsrat Leuenberger nach der Absetzung von Guy Boucher das Vertrauen aus.Der frühere Nachwuchstrainer und Assistent werde als Chefcoach «eine richtige Chance erhalten», sagte CEO Marc Lüthi. Dieses Versprechen haben die Verantwortlichen nicht gehalten, sondern zur Unzeit den Stab über Leuenberger gebrochen. Just vor den Playoffs, notabene der wichtigsten Phase in der Meisterschaft, kann keine seriöse Saisonbilanz gezogen werden. Oder haben die ZSC Lions nach der glorreichen Qualifikation etwa mit Coach Marc Crawford verlängert? Natürlich nicht.

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