SCB kontrolliert das Spiel, verliert aber den Match

Nach der 1:2-Niederlage in Salzburg trifft der SC Bern im Achtelfinal der Champions League auf einen Gruppensieger.

Da ist es passiert: Alexander Rauchenwald jubelt über den 2:1-Siegtreffer für die Bullen gegen die Bären.

Da ist es passiert: Alexander Rauchenwald jubelt über den 2:1-Siegtreffer für die Bullen gegen die Bären.

(Bild: Keystone)

Adrian Ruch

Vor Beginn des Champions-League-Matches in Salzburg erreicht die Mannschaft des SC Bern eine gute Nachricht: US-Stürmer Mark Arcobello muss keine Sperre gewärtigen. Der Einzelrichter hat dessen Aktion gegen Alexei Dostoinov (SCL Tigers) nicht als Check gegen den Kopf bewertet.

Am Ende der Begegnung ist die Stimmung im Lager der Berner dann nicht mehr ganz so gut: Sie haben gegen Red Bull Salzburg 1:2 verloren und dadurch den Gruppensieg verspielt. «Eine Niederlage schmerzt immer, aber wir sind trotzdem für die K.-o.-Phase qualifiziert, daher gilt es positiv zu bleiben», sagt SCB-Kanadier Andrew Ebbett.

Dabei begann die Partie in der Mozart-Stadt ausgezeichnet. Nachdem die Gäste zwei Unterzahlsituationen relativ problemlos überstanden hatten, profitierten sie in der 9. Minute von einem Geschenk: Martin Stajnoch liess in der eigenen Zone die Scheibe unter dem Stock durchgleiten, Thomas Rüfenacht sorgte mit einem präzisen Handgelenkschuss für den SCB-Führungstreffer.

Schwaches SCB-Powerplay

Die Berner verfügen über mehr Qualität und auch über die höhere Spielkultur als die Österreicher. Wann immer sie aufs Tempo drückten, geriet die Red-Bull-Equipe in Schwierigkeiten. Phasenweise sah es aus, als hätte das Team Kari Jalonens einen Mann mehr auf dem Eis.

Umso erstaunlicher ist es, brachte der SCB nichts zustande, wenn er tatsächlich in Überzahl agieren konnte. «Wir spielen derzeit im Powerplay zu schön. Wir müssen wieder mehr schiessen, den Puck aufs Tor bringen», erzählt Ebbett. Weil auch die Dominanz bei Vollbestand nicht in Zählbares umgemünzt wurde, blieb es beim Treffer durch Rüfenacht.

Wie schon gegen die SCL Tigers hatten die Mutzen Mühe, die auf Manndeckung basierende Verteidigung zu knacken. «Es ist frustrierend, wenn man meistens die Scheibe kontrolliert, aber kaum hochkarätige Chancen kreiert», gibt Ebbett zu. Die Salzburger, die im Mitteldrittel ausgeglichen hatten, erzielten in der 59. Minute durch Alexander Rauchenwald den 2:1-Siegtreffer.

Die erste Niederlage ist für den SCB aufgrund der negativen Punktebilanz in den Direktbegegnungen gleichbedeutend mit dem Verlust des ersten Platzes. Er trifft daher im Achtelfinal auf einen Gruppensieger.

Berner Zeitung

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