SCB: 10 Penaltys, 0 Tore

Der SC Bern unterliegt Skelleftea (SWE) erneut nach Penaltyschiessen (4:5) – und wieder bleibt er in der Kurzentscheidung ohne Treffer.

Der einzige Torschütze im Shootout: Albin Eriksson schoss Skelleftea zum Sieg. Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Der einzige Torschütze im Shootout: Albin Eriksson schoss Skelleftea zum Sieg. Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Reto Kirchhofer@rek_81

Dem SC Bern liegen Schweden nicht besonders. Und das hat nichts damit zu tun, dass er die Verantwortung für die erste Mannschaft in finnische Hände legt. In der Champions Hockey League tut sich der SCB mit schwedischen Equipen grundsätzlich schwer. In den letzten beiden Kampagnen scheiterten die Berner in der K.-o.-Phase an einem Gegner aus dem Land der «Tre Kronor» (Malmö 2018, Växjö 2017).

Und in allerschlechtester Erinnerung ist der Vergleich mit Linköping: Die Schweden standen bereits als Gruppensieger fest, sie landeten erst knappe drei Stunden vor Spielbeginn in Belp, liessen etliche Stammspieler zu Hause, zerzausten die Bären, gewannen 7:1 und flogen unverzüglich retour.

Exakt vier Jahre nach Linköping gastierte Skelleftea (mit Anreise am Vortag) in der Postfinance-Arena. Das erste Gruppenspiel hatten die Nordländer nach Penaltyschiessen für sich entschieden. Auch in der Reprise leisteten die Akteure Überzeit. Erneut entschieden die Penaltys über Sieger und Verlierer. Und erneut genügte den Schweden ein einziger erfolgreicher Versuch; sie setzten sich in Bern 5:4 durch.

Pestoni, Berger, Andersson

Skelleftea zeigte nur phasenweise, was schwedische Teams auszeichnet: gute Organisation und druckvolles Spiel in allen drei Zonen. Die Gäste kamen immer wieder mit Tempo ins Drittel der Berner. In der 7. Minute schien Andreas Wingerli nach einem Check bereits entscheidend vom Puck getrennt.

Doch der Angreifer legte die Scheibe am Boden liegend auf sehenswerte Weise quer auf Albin Eriksson – 0:1. Die Linie mit den beiden Youngsters Wingerli (21 Jahre alt) und Eriksson (19) sowie Adam Pettersson spielte die Berner regelmässig schwindlig und zeichnete für drei Treffer verantwortlich.

Dass der Meister im Spiel blieb, verdankte er dem vierten Block. Die agilen Flügel Alain Berger und Inti Pestoni verzeichneten je ein Tor und einen Assist und holten eine Strafe heraus. Dennoch führte Skelleftea kurz vor Ablauf des zweiten Drittels 4:2.

War den Schweden also einmal mehr nicht beizukommen? Oh doch, und zwar, genau, mithilfe eines Schweden. Verteidiger Calle Andersson hämmerte den Puck zweimal ins Netz. Und in der letzten Minute der regulären Spielzeit verpasste er aus günstiger Position die Entscheidung. Im Penaltyschiessen aber scheiterte auch Andersson. Und so stehen die Berner im Hinblick auf das Heimspiel von morgen gegen Kärpät Oulu (17 Uhr) unter Druck. Die Finnen gewannen am Donnerstag bei Grenoble und führen die Gruppe E an.

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