Plüss wird kein Tiger

Martin Plüss hat den SCL Tigers eine Absage erteilt. Der 40-Jährige lässt weiterhin offen, ob und wo er seine Karriere fortsetzen wird. Aber: Dem ex-SCB-Captain gehen die Alternativen aus.

Noch steht nicht fest, wo Martin Plüss seine Karriere fortsetzt.<p class='credit'>(Bild: Andreas Blatter)</p>

Noch steht nicht fest, wo Martin Plüss seine Karriere fortsetzt.

(Bild: Andreas Blatter)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Am Mittwoch nehmen die SCL Tigers offiziell das Eistraining für die neue Saison auf. Dabei wird Coach Heinz Ehlers auf einige neue Spieler treffen – jedoch nicht auf Martin Plüss. Der langjährige SCB-Captain, welcher die Mutzen im Frühling nach dem Titelgewinn verlassen hatte, erteilte den Langnauern eine Absage.

Die SCL Tigers haben bereits seit längerem um die Dienste des Centers gebuhlt – wohlwissend, dass ein Engagement von Plüss schwierig werden könnte. Denn: Der 40-Jährige hat nach seinem Abgang in Bern offen gelassen, ob er seine Karriere nach neun Jahren beim SCB fortsetzen wird.

Zudem ist Plüss trotz seinem Alter ein begehrter Spieler, weil er zu seinem Körper stets Sorge getragen hat, nach wie vor eine dominante Rolle spielen kann. «Er wäre für uns ein Zückerli gewesen», hält Tigers-Sportchef Jörg Reber fest. Schliesslich verfügen die Langnauer mit Aaron Gagnon, Yannick-Lennart Albrecht, Anton Gustafsson und Emanuel Peter bereits über vier Center. Zudem können auch Pascal Berger, Lukas Haas und Eric Himelfarb als Mittelstürmer spielen.

Dementi aus Biel

Gegenüber dieser Zeitung hielt Plüss am Montag fest, seine Situation sei unverändert. Will heissen: Er hat noch nicht entschieden, wie es weiter geht. Allerdings wird die Zeit langsam knapp. Die NLA nimmt den Spielbetrieb bekanntlich in rund einem Monat auf, die meisten Kader stehen. Auch eine Rückkehr zu seinem Stammverein dürfte für Plüss mittlerweile kein Thema mehr sein. Kloten hat Tommi Santala aus der KHL zurückgeholt, er wird den ersten Sturmblock führen.

Ein Dementi kommt überdies aus Biel. EHCB-Sportchef Martin Steinegger ist zwar voll des Lobes über den vierfachen SCB-Meisterspieler. Aber: Die Bieler haben mit Dominik Diem und Jason Fuchs zwei junge Center verpflichtet, welche nun Erfahrungen sammeln und Fortschritte machen sollen. Damit sie sich entfalten können, will ihnen Steinegger keinen Spitzenspieler vor die Sonne setzen.

Bleiben für Plüss also noch drei Optionen: Gottéron (wenn er in der Region Bern bleiben will), eine Rückkehr nach Schweden – oder doch der Rücktritt.

Berner Zeitung

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