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Ohrfeige für den ZSC – Kloten dreht Serie

Lausanne schafft mit dem 2:1 bei den Lions die zweite Sensation in den Playoff-Viertelfinals und verkürzt in der Best-of-7-Serie auf 2:3. Kloten schlägt Davos 3:1 und liegt nun im Duell 3:2 vorn.

Die frühe Entscheidung im Hallenstadion: Lausannes Thomas Déruns bezwingt ZSC-Goalie Lukas Flüeler in der 39. Minute zum 2:1.
Die frühe Entscheidung im Hallenstadion: Lausannes Thomas Déruns bezwingt ZSC-Goalie Lukas Flüeler in der 39. Minute zum 2:1.
Keystone
Die fahrigen Lions kommen nicht mehr zum Ausgleich, zumal der Underdog einmal mehr aufopfernd verteidigt.
Die fahrigen Lions kommen nicht mehr zum Ausgleich, zumal der Underdog einmal mehr aufopfernd verteidigt.
Keystone
Für Lugano ist die Saison zu Ende. Der junge lettische Goalie  Elvis Merzlikins ist nach dem Shootout untröstlich, obwohl er ausgezeichnet gespielt hat.
Für Lugano ist die Saison zu Ende. Der junge lettische Goalie Elvis Merzlikins ist nach dem Shootout untröstlich, obwohl er ausgezeichnet gespielt hat.
Keystone
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Nach dem HC Fribourg-Gottéron steht mit Servette ein zweites Team in den Halbfinals. Die Genfer bezwingen Lugano 2:1 nach Penaltyschiessen und gewinnen die Best-of-7-Serie 4:1.

Das entscheidende Tor im Shootout erzielte der erst 17-jährige Noah Rod backhand auf herrliche Weise – er traf als einziger der zehn Schützen. Die beste Chance in der Overtime hatte Luganos Schwede Fredrik Pettersson vergeben, als er in der 75. Minute nach einem Wechselfehler von Servette mit einem Penalty an Tobias Stephan scheiterte. Lange hatte es nach einem Genfer Sieg nach 60 Minuten ausgesehen. Die 1:0-Führung von Alexandre Picard (9.) hielt bis zur 57. Minute, in der Thomas Ruefenacht der nicht unumstrittene Ausgleich gelang. Servette steht erstmals seit 2010 wieder in der Runde der besten vier. Lugano dagegen muss auch unter Patrick Fischer weiter auf den ersten Sieg in einer Playoff-Serie seit dem Gewinn des Meistertitels im Jahr 2006 warten.

Die zweite Überraschung im Hallenstadion

Nach der zweiten Heimpleite gegen den Aufsteiger müssen die ZSC Lions am Samstag noch einmal nach Lausanne reisen. Für den kecken, einsatzvollen Neuling realisierte Thomas Déruns mit seinem 100. NLA-Tor den Gamewinner (39.). Mit einer hohen Fehlerquote und einem schwachen Powerplay ermöglichten die zu nonchalanten Zürcher den Waadtländern ein Comeback in dieser Viertelfinalserie. Alle fünf Überzahlspiele der Lions blieben ertragslos.

Die Zürcher wurden von Lausanne für eine Spielweise ohne letzte Konsequenz und mangelnde Konzentration bestraft, vor allem im Mitteldrittel. Die Gäste machten aus einem 0:1-Rückstand nach 23 Minuten eine 2:1-Führung. Ein Fehler vom Lausanner Post-Finance-Topskorer Juha-Pekka Hytönen hatte dem Favoriten zunächst das 1:0 durch Ryan Shanon ermöglicht. Hytönen machte kurz vor Spielmitte (29.) seinen Fehler wieder gut, als er im Powerplay das 1:1 erzielte. Trotz Bemühungen in der Schlussphase konnte der Favorit den Ausgleich gegen den sehr souveränen Goalie Cristobal Huet nicht mehr bewerkstellingen. Dazu waren die Zürcher Löwen auch zu konzeptlos und zu verspielt.

Die starke Defensive der Flyers

Die Kloten Flyers und der HC Davos lieferten sich im fünften Spiel einen Kampf auf Messers Schneide, bei dem keiner den entscheidenden Fehler begehen wollte. Es war dann gut elf Minuten vor Schluss aber nicht ein klarer Lapsus, sondern ein schöner Pass durch die Mitte und etwas Glück, als die Klotener vorentscheidend 2:1 in Führung gingen. Marcel Jenni überlistete die Davoser Abwehr mit seinem Steilzuspiel auf Janick Steinmann, der Torhüter Leonardo Genoni backhand bezwang.

Der dritte Sieg der Zürcher in Folge fiel nicht unverdient aus, doch wurden die ersatzgeschwächten Davoser für eine disziplinierte und aufopfernde Leistung schlecht belohnt. Mit Grégory Hofmann, Reto von Arx, Andres Ambühl und auch wieder Peter Guggisberg fehlten gleich vier Stürmer, die ansonsten für das kreative Element zuständig sind. Dazu ist Petr Taticek nach seinem Check gegen einen Linienrichter nach wie vor gesperrt. Sogar Verteidiger René Back musste angesichts der Stürmermisere als Flügel auflaufen.

Auf den Gegentreffer zum 1:2 konnten die Davoser nicht mehr reagieren. Selbst aus einem letzten Powerplay resultierte nur ein Schuss auf das nach einem Spiel Sperre wieder von Martin Gerber gehütete Tor. Es waren im Gegenteil die Klotener, die drei Minuten vor dem Ende durch Jim Vandermeer alles klar machten. Den Davosern droht nun zum dritten Mal hintereinander bereits in den Viertelfinals das Aus.

Kloten Flyers - Davos 3:1 (1:1, 0:0, 2:0) Kolping Arena. - 7042 Zuschauer. - SR Prugger/Stricker, Espinoza/Kohler. - Tore: 7. von Gunten (Hennessy/Ausschluss Wieser) 1:0. 20. (19:59) Bürgler (Koistinen, Lindgren/Ausschlüsse Schelling, Steinmann) 1:1. 49. Steinmann (Jenni, Stoop) 2:1. 58. Vandermeer (Santala) 3:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Kloten, 5mal 2 plus 10 (Wieser) gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Santala; Paulsson. Kloten Flyers: Gerber; DuPont, von Gunten; Blum, Schelling; Vandermeer, Stoop; Frick, Randegger; Stancescu, Santala, Bieber; Bodenmann, Steinmann, Herren; Bühler, Romano Lemm, Hennessy; Aurelio Lemm, Jenni, Hoffmann. Davos: Genoni; Schneeberger, Forster; Grossmann, Koistinen; Jan von Arx, Kutlak; Camperchioli, Guerra; Back, Lindgren, Paulsson; Bürgler, Corvi, Wieser; Sciaroni, Walser, Aeschlimann; Ranov, Rizzi, Ryser. Bemerkungen: Kloten ohne Mueller, Liniger und Du Bois, Davos ohne Ambühl, Guggisberg, Reto von Arx, Schommer, Hofmann (alle verletzt) und Taticek (gesperrt). Pfostenschuss Koistinen (21.). Timeout Davos (54.).

ZSC Lions - Lausanne 1:2 (0:0, 1:2, 0:0) Hallenstadion. - 8886 Zuschauer. - SR Kurmann/Kämpfer, Arm/Küng. - Tore: 23. Shannon (Schäppi) 1:0. 30. Hytönen (Genoway, Gobbi/Ausschluss Schäppi) 1:1. 39. Déruns 1:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 8mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Wick; Hytönen. ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Geering; Seger, McCarthy; Stoffel, Bergeron; Daniel Schnyder; Nilsson, Cunti, Wick; Patrik Bärtschi, Trachsler, Kenins; Dan Fritsche, Senteler, Bastl; Keller, Shannon, Schäppi; Chris Baltisberger. Lausanne: Huet; Jannik Fischer, Lardi; Gobbi, Leeger; Genazzi, Stalder; Seydoux, Reist; Florian Conz, Paul Savary, Déruns; Benjamin Antonietti, Hytönen, Bang; Setzinger, Genoway, Simon Fischer; Neuenschwander, Froidevaux, Augsburger. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Tabacek (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Morant und Gailland (beide verletzt). - 2. Pfostenschuss Kenins. - 59:04 Timeout ZSC Lions, ab 58:45 ohne Torhüter.

si/fal

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