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«Nie wieder so eine Situation»

René Müller (l.): Die Zeit als Sportchef ad interim beim HC Davos geht bald zu Ende. (Keystone)

Die Saison 2018/19 ist für den HC Davos zu Ende. Ihre Gedanken?

Aber die Saison einfach so abhaken und nach vorne blicken, das geht nicht.

Und wo stehen Sie heute, nachdem der sportliche Ligaerhalt geschafft wurde?

Es liegt also nicht nur am noch zu findenden Headcoach für die nächste Saison.

Sie erhoffen sich also eine Steigerung im Fitnessbereich?

Einer Ihrer Spieler sagte kürzlich, dass man hin und wieder erlebe, dass ein oder zwei Spieler eine komplett verkorkste Saison einziehen. Dass dies aber fast der ganzen Mannschaft passiere, sei für ihn einmalig …

Und da soll nun vor allem das Sommertraining helfen?

Das Sommertraining letzte Saison war also zu wenig hart.

Arno Del Curtos Karriere in Bildern: 1996 kehrt der gebürtige St. Moritzer in seinen Heimatkanton Graubünden zurück und übernimmt den HC Davos.
Und er führt ihn schnell zu grossen Erfolgen: Im Jahr 2000 gewinnt er mit dem HCD den Spengler-Cup. Es ist das erste Mal seit 1958, dass der Verein sein eigenes Traditionsturnier gewinnen kann.
Ende Saison endet die Liaison: Die Lions verlängern den Vertrag mit der Trainerlegende nicht. Unter Del Curto hatte der ZSC erstmals seit 2006 die Playoffs verpasst.
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Die ganze Eishockey-Schweiz wartet auf den Namen des Davoser Headcoaches für nächste Saison …

Wie ist die Situation von Harijs Witolinsch, der nach dem Abgang Del Curtos einsprang?

Wie beurteilen Sie seine Arbeit?

Wie geht ein Club wie der HC Davos vor, wenn er erstmals nach 22 Jahren wieder eine längerfristige Lösung auf dem Trainerposten sucht?

Der neue Headcoach, oder diese neue «Crew» muss aber akzeptieren, dass nicht nur mit fertigen Spielern gearbeitet werden kann. Diese Zeiten sind in Davos schon länger vorbei.

Sollte ein Spieler, der in die 1. Mannschaft kommt, nicht bereits ausgebildet sein für dieses Level?

Die Mannschaft wird nicht fundamental verändert.

Ein zweiter Goalie nebst Neuzugang Sandro Aeschlimann fehlt auch noch.

Es wurden nach Arno Del Curtos Abgang diverse Verträge von Routiniers, die mitten im Schlamassel dieser Saison waren, verlängert – teilweise langfristig. Zu langfristig?

Sie wollten mit den Mehrjahresverträgen also nicht bloss auch für «Rabatte» sorgen und so bei den Gesamtlohnsummen sparen …

Das Verhältnis zu einem Teil der Anhänger wurde auch rund um den Rücktritt Del Curtos getrübt. Einige sahen die Spieler als Schuldige, die ihn los werden wollten.

Diese Ruhe, die Sie ansprachen: Viele interpretierten sie auch als Untätigkeit. Man hörte phasenweise kaum etwas vom HC Davos.

Sie holten zum Beispiel keinen Ersatz-Ausländer vor dem Playout, verpflichteten keine Spieler mit B-Lizenzen zur Absicherung. Das verstanden nicht alle.

Als neuer Sportchef wurde der aktuelle Nationalmannschafts-Direktor Raeto Raffainer verpflichtet. Wann beginnt er mit seiner Arbeit?

Wie weit nimmt er schon Einfluss bei der Planung des HC Davos für nächste Saison?

Was erhoffen Sie sich von Raffainer?

Sie selber sprangen ja schon zum wiederholten Male in einer Funktion interimistisch ein. Wie geht es mit René Müller im HCD weiter, sobald Raffainer offiziell in Davos beginnt?