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NHL-Team draftet 18-jährigen Winterthurer

Die NHL-Teams sicherten sich am mit Spannung erwarteten Draft in der vergangenen Nacht die Rechte an vier Schweizer Eishockey-Talenten.

Als Nummer 18 ausgewählt: Mirco Müller.
Als Nummer 18 ausgewählt: Mirco Müller.
Keystone
Pick Nummer 86: Sven Andrighetto.
Pick Nummer 86: Sven Andrighetto.
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Position 186: Joel Vermin.
Position 186: Joel Vermin.
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Der 51. NHL-Draft begann aus Schweizer Sicht mit einer Überraschung: Drei Jahre nachdem die New York Islanders Nino Niederreiter an die fünfte Stelle gewählt und zum höchsten Schweizer Draft gemacht hatten, gaben sie den Nationalstürmer an Minnesota Wild ab. Im Gegenzug erhielten sie Cal Clutterbuck, einen 25-jährigen Flügel, der mehr für seine zahlreichen Checks als für Torgefährlichkeit bekannt ist. Für Niederreiter, der letzte Saison ohne NHL-Einsätze blieb, ist der Clubwechsel ein herbeigesehnter Neuanfang. Die Islanders verlieren damit nach Captain Mark Streit auch ihren zweiten Schweizer.

Seinen ersten NHL-Club hat seit gestern Mirco Müller. In Newark (New Jersey) wurde der 18-jährige Winterthurer an 18. Stelle von den San Jose Sharks gedraftet, die diesen Pick zuvor in einem Tauschgeschäft mit Detroit erworben hatten. 1,91 m grosse Verteidiger ist der sechste Schweizer Erstrundendraft – früher wurden nur Niederreiter, Sven Bärtschi (13) und Michel Riesen (14) gezogen. Müller bestritt in der Saison 2011/12 sieben Spiele für Kloten (ein Tor) und wechselte im vergangenen Sommer zu den Everett Silvertips in die kanadische WHL.

Neben Müller fanden drei weitere Schweizer einen Abnehmer. Der bei den ZSC Lions ausgebildete Stürmer Sven Andrighetto, der bis 2016 bei Servette unterschrieben hat, wurde in der dritten Runde als Nummer 86 von den Montreal Canadiens 86 gedraftet, der Zuger Angreifer Fabrice Herzog (5. Runde/Nr. 142) von den Toronto Maple Leafs, der Berner Stürmer Joel Vermin (7. Runde/Nr. 186) von Tampa Bay Lightning.

«Ich weiss nicht, wie ich meine Gefühle beschreiben soll»

«Ich weiss nicht, wie ich meine Gefühle beschreiben soll. Es war unglaublich, als mein Name aufgerufen wurde. Im letzten Jahr war ich noch sehr enttäuscht, nun bin ich umso glücklicher», sagte der 20-jährige Andrighetto, der mit 1,78 m ungewöhnlich klein für einen Spieler auf diesem Niveau ist. «Ich weiss um meine Grösse, aber ich kann sie nicht ändern. Also muss ich andere Vorzüge entwickeln.»

Auch für Roman Josi hielt der Draft in Newark (New Jersey) eine Überraschung bereit. Nachdem Colorado den kanadischen Center Nathan MacKinnon an erster Stelle gezogen hatte, rutsche der vom NHL-eigenen Scouting-Dienst als Nummer 1 eingeschätzte US-Verteidiger Seth Jones auf Position 4 ab. So landete er bei den Nashville Predators, wo er schon im Herbst Josis Teamkollege sein dürfte – und ein Konkurrent um wertvolle Eiszeit.

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