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Mit Jalonen trifft es den Falschen

Die Hauptschuld trägt die Mannschaft, auch wenn der Trainer die Talfahrt nicht stoppen konnte. Der Kommentar von Adrian Ruch, Ressortleiter Sport, zur Entlassung von SCB-Coach Kari Jalonen.

Beim SCB schöpfen zu viele Spieler ihr Potenzial nicht aus, zu viele lassen die nötige Demut vermissen. Foto: Keystone
Beim SCB schöpfen zu viele Spieler ihr Potenzial nicht aus, zu viele lassen die nötige Demut vermissen. Foto: Keystone

Der SC Bern hat Meistertrainer Kari Jalonen freigestellt. Vom Zeitpunkt her ist der Entscheid verständlich, am Freitag und Samstag stehen die Partien gegen Ambri und Langnau, beides Konkurrenten im Strichkampf, auf dem Programm. Zehn Runden vor Schluss bleibt auch noch genügend Zeit, das Steuer herum zu reissen und die Playoff-Qualifikation doch noch zu schaffen.

Doch mit Jalonen trifft es den Falschen, auch wenn es ihm nicht gelungen ist, die Talfahrt zu stoppen. Er hatte während dreier Jahre das Optimum aus der Mannschaft geholt, denn sie war bezüglich Qualität nie die beste des Landes. Ungeschoren davon kommt hingegen Sportchef Alex Chatelain, der zuletzt bei den meisten Transfers kein glückliches Händchen hatte und nicht in der Lage war, den kontinuierlichen Substanzverlust aufzuhalten.

Die Hauptschuld an der sportlichen Misere trägt aber die Mannschaft. Zu viele Spieler schöpfen ihr Potenzial nicht aus und produzieren viel zu viele Fehler. Das hat damit zu tun, dass sie aufgrund der ungemütlichen Situation verkrampft ans Werk gehen. Doch in diese Lage haben sie sich selber manövriert, weil sie zu Saisonbeginn die nötige Demut vermissen liessen.

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