Meiers Sharks gewinnen Serie nach verrückter Partie

Im letzten Drittel dreht San Jose ein 0:3 gegen Vegas und entscheidet das Spiel 7 des Playoff-Achtelfinals 5:4 nach Verlängerung. Auch Timo Meier punktet.

Nach dem Siegtreffer gibt es für die Sharks kein Halten mehr: Barclay Goodrow entscheidet das Spiel 7 gegen Vegas in der 79. Minute. (Video: NHL)

Dramatischer hätte das Entscheidungsspiel um den Einzug in die Playoff-Viertelfinals der NHL zwischen den San Jose Sharks und den Vegas Golden Knights kaum verlaufen können. Kurz vor Ablauf der ersten Verlängerung erzielte Barclay Goodrow das siegbringende 5:4 für das Heimteam. Damit steht San Jose mit dem Schweizer Timo Meier in der nächsten Runde, während die Saison für den letztjährigen Final-Teilnehmer aus der Wüste Nevadas vorbei ist.

Riesig war der Jubel bei den Gastgebern, denn sie hatten zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch 0:3 zurück gelegen, ehe sie mit vier Powerplay-Toren innerhalb von 241 Sekunden das Blatt wendeten. Die Sharks hatten wegen eines Cross-Checks mit Verletzungsfolge von Vegas' Cody Eakin gegen Captain Joe Pavelski eine fünfminütige Überzahlgelegenheit erhalten, die sie resolut nutzten.

Doch das Team aus Las Vegas gab sich nicht geschlagen. 47 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit erzwangen die Knights mit dem 4:4 durch Jonathan Marchessault die Verlängerung.

Meiers nächster Skorerpunkt

Timo Meier hatte davor in der 54. Minute das 4:3 der Gastgeber von Kevin Labanc vorbereitet. Es war der dritte Assist und vierte Skorerpunkt des dynamischen Appenzellers im laufenden Playoff. Labanc selbst bereitete die drei anderen Überzahltreffer der Sharks von Doppeltorschütze Logan Couture und dem Tschechen Tomas Hertl vor.

Video: Timo Meiers Assist zum 4:3

Die Sharks bejubeln den ersten Führungstreffer: Der Schweizer spielt den entscheidenden Pass auf Torschütze Kevin Labanc. (Video: NHL)

Meier trifft in den Viertelfinals mit den Sharks auf Colorado Avalanche, wo mit Sven Andrighetto ein Schweizer Stürmerkollege unter Vertrag steht. Das Team aus Denver hatte in der ersten Runde den Conference-Ersten Calgary Flames mit 4:1-Siegen ausgeschaltet.

Auf Twitter freut sich Meier nach dem «verrücktesten Spiel» seiner Karriere über den Sieg:

Boston nun gegen Columbus mit Kukan

Im zweiten Entscheidungsspiel in der Nacht auf Mittwoch setzten sich die Boston Bruins gegen die Toronto Maple Leafs 5:1 durch. Für die Bruins war es der dritte Sieg in Folge in einer Playoff-Serie gegen Toronto nach 2013 und 2018. Die Maple Leafs erlitten die sechste aufeinanderfolgende Auswärtsniederlage in einem Showdown, den zweiten in Folge in Boston.

Mit den Toronto Maple Leafs scheiterte das dritte und letzte kanadische Team, womit zum 25. Mal in Folge der Stanley Cup von einer Mannschaft aus den USA gewonnen wird. Als bisher letztes kanadisches Team hatten 1993 die Montreal Canadiens triumphiert.

Nächster Gegner von Torontos Bezwinger Boston sind die Columbus Blue Jackets mit dem Schweizer Verteidiger Dean Kukan, die in der ersten Runde mit ihrem Triumph gegen Qualifikationssieger Tampa Bay Lightning verblüfft hatten.

ddu

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