Zum Hauptinhalt springen

Lions top – Flyers bezwingen SC Bern

Zwei Tage nach der Parforce-Leistung in der Champions League gegen Linköping (7:2) haben die ZSC Lions ihre Siegesserie auch in der Meisterschaft ausgedehnt.

Die Klotener Führung: Brown bezwingt SCB-Goalie Bührer zum 1:0.
Die Klotener Führung: Brown bezwingt SCB-Goalie Bührer zum 1:0.
Keystone

Dank drei Powerplay-Treffern gewannen die Löwen gegen Ambri-Piotta 4:1. In einer hartumkämpften Partie mit aussergewöhnlich vielen Strafen zwischen den Kloten Flyers und dem SC Bern stand es nach 60 Minuten 1:1. In der Verlängerung markierte Kimmo Rintanen mit einem sicher verwandelten Penalty den Sieg für die Flyers. Michel Riesen steuerte beim 4:2-Erfolg des HC Davos gegen Fribourg zwei Tore bei. Reto von Arx liess sich bei seinem Comeback als Torschütze des ersten Treffers feiern.

Dritter Erfolg in Folge für die Tiger

Die SCL Tigers haben gegen die Lakers den dritten Sieg in Folge und den dritten Heimsieg insgesamt gefeiert (4:1) und ihren Platz über dem Trennstrich gefestigt. Servette krampfte sich zum 4:2-Heimsieg gegen Biel. Die Seeländer führten in Genf bis zur 33. Minute mit 2:0 und hielten bis drei Minuten vor Schluss ein Unentschieden. Zug setzte sich gegen Lugano nach Penaltyschiessen mit 3:2 durch.

Fragwürdiger Penalty entschied den Spitzenkampf

Rintanen entschied in der Verlängerung den Spitzenkampf zwischen Kloten und Bern. Der finnische Stürmer der Zürcher traf in der 65. Minute per Penalty zum 2:1 und sicherte seinem Team in einer intensiven Partie den verdienten Zusatzpunkt.

Die beiden Teams schenkten sich nichts. Schiedsrichter Peter Kunz musste 139 Strafminuten aussprechen - so viele wie noch keiner seiner Kollegen in dieser Saison. Berns Travis Roche und Ivo Rüthemanns sowie Klotens Sven Lindemann mussten vorzeitig unter die Dusche. Auch der entscheidende Treffer fiel nach einem Foul: Sébastien Bordeleau brachte 48 Sekunden vor dem Ende der Overtime Roman Wick zu Fall. Rintanen verwertete den ungerecht gepfiffenen Penalty souverän. In der regulären Spielzeit hatte Marc Reichert in der 33. Minute die Klotener Führung durch Curtis Brown (23.) ausgeglichen.

SCB verlor auch Dubé

Der Klotener Sieg war letztlich verdient. Die Zürcher besassen die besseren Torchancen und wirkten insgesamt entschlossener. Zwei Tage nach der Niederlage in der Champions League vermochte Bern, das zuvor vier Auswärtspartien in Folge gewonnen hatte, erneut nicht restlos zu überzeugen.

Der SCB verlor letztlich nicht nur die Partie und musste die Leaderposition an die ZSC Lions abgeben, sondern verlor bei Spielmitte zudem noch Christian Dubé. Der PostFinance-Topskorer schied in der 31. Minute mit einer Hirnerschütterung aus.

Starkes Powerplay des Meisters

Nach einem torlosen ersten Drittel schossen Ryan Gardner (25.) und Jean-Guy Trudel (35.) die Lions 2:0 in Führung. Das Resultat zu diesem Zeitpunkt war hochverdient, die Zürcher waren klar überlegen. Der Anschlusstreffer durch Ralph Bundi (1. Saisontor) unmittelbar nach dem zweiten Zürcher Tor war schmeichelhaft.

Die Zürcher konnten den Schwung aus dem Spiel in Schweden mitnehmen und boten ihren Fans erneut eine gute Darbietung. Die Tessiner konnten sich bei ihrem Goalie Thomas Bäumle bedanken, dass sie bis zum 3:1 (46. Pittis) für die Lions im Spiel blieben. Alle diese drei Treffer erzielten die Zürcher in Überzahl.

Am Ende durfte sich Trudel noch einen zweiten Treffer notieren lassen, obwohl der Puck nicht im Tor lag. Weil der Kanadier 14 Sekunden vor dem Ende von Paolo Duca gefoult wurde, als er alleine auf das verlassene Ambri-Tor stürmte, entschied der Schiedsrichter auf ein sogenannt «technisches Tor».

14. Penalty entschied in Zug

Erst der 14. Penalty entschied die umkämpfte Partie zwischen Zug und Lugano. Hnat Domenichelli scheiterte mit seinem zweiten Versuch an Lars Weibel, womit Zugs 3:2-Sieg feststand. Micky Dupont war mit zwei verwandelten Penaltys der Matchwinner.

Lugano startete furios in die Partie, schnürte Zug zehn Minuten lang ein, schlug aus der anfänglichen Überlegenheit jedoch kein Kapital. In der Folge glich sich das Geschehen aus. Beide Teams führten kurz; das Unentschieden nach 60 Minuten widerspiegelte das Geschehen aber gut. In der Verlängerung suchte Zug das Sieggoal. Die Entscheidung fiel allerdings erst im Penaltyschiessen.

Dem Neuling ging die Luft aus

Servette krampfte sich zum 4:2-Heimsieg gegen Biel. Die Seeländer führten in Genf bis zur 33. Minute mit 2:0 und hielten bis drei Minuten vor Schluss ein Unentschieden.

Servette setzte sich im Finish indessen verdientermassen durch. Die Genfer begannen zwar schwach, dominierten aber ab dem zweiten Abschnitt das Geschehen klar. Igor Fedulow und Florian Conz glichen nach 32 Minuten innerhalb von 19 Sekunden aus. Das 3:2 lag danach fast permanent in der Luft, Byron Ritchie erzielte es indessen erst 184 Sekunden vor Schluss. Die Siegsicherung gelang Jan Cadieux 31 Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Der Aufsteiger aus Biel, der in vier der vorausgegangenen fünf Partien gepunktet hatte, überraschte in Genf nur ein Drittel lang. Andreas Küng (5.) und Mathieu Tschantré (17.) brachten den Gast 2:0 in Führung; dazwischen traf Eric Himelfarb in der 8. Minute noch den Pfosten.

Der Abend von Michel Riesen

Vor dem Spiel hatte der 29-jährige Goalgetter bekannt gegeben, dass er nach der Saison und nach neun Jahren bei Davos ins Unterland zu den Lakers ziehen wird. In Davos werden sie Riesen vermissen, wegen Auftritten wie am Freitagabend gegen Fribourg. 37 Minuten lang plätscherte die Partie dahin; Gottéron durfte beim Skore von 2:2 auf eine Überraschung plangen. Dann zerstörte Riesen alle Hoffnungen mit einer Doublette: Zuerst überwand er Goalie Caron solo mit einer sehenswerten Finte (3:2); 63 Sekunden später liess Riesen dem Kanadier bei einem Penalty ein zweites Mal keine Chance (4:2). Riesens Treffer stellten den Spielverlauf beinahe auf den Kopf. In den letzten 40 Minuten lautete das Schussverhältnis 32:9 für Gottéron. Leonardo Genoni glänzte mit 38 Paraden.

Nach der fünften Niederlage in Serie steht Fribourg, das auf diese Saison hin die Mannschaft massiv verteuert hat, heute Samstag unter Druck. Gottéron empfängt Langnau, das mittlerweile fünf Punkte mehr auf dem Konto hat als die Eisdrachen.

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch