Licht und Schatten

Der EHC Thun hat zum Auftakt der Swiss Regio League zu Hause gegen Bülach 2:4 verloren. Die jungen Zugänge zeigten jedoch gute ­Ansätze.

Florian Lüthi versucht sein Glück mit einem Torschuss.

Florian Lüthi versucht sein Glück mit einem Torschuss.

(Bild: Markus Grunder)

Peter Berger@PeterBerger67

Ein Doppelschlag innerhalb von 73 Sekunden hat im 3. Drittel die Entscheidung zugunsten der Gäste gebracht. Die Thuner sahen bei den Gegentreffern nicht gut aus. «Am Ende erhielten wir, was wir verdient haben», resümierte Christoph Schenk. Thuns Coach begründete seine Aussage damit, dass die Bülacher «läuferisch besser und spielerisch präziser waren».

Die Oberländer starteten mit viel Selbstvertrauen in die Saison, hatten sie in der Vorbereitungsphase doch nur eine knappe Niederlage (gegen die SCL Young Tigers) hinnehmen müssen. «Wir wähnten uns dadurch nicht in falscher Sicherheit, sondern waren uns bewusst, dass Vorbereitung und Meisterschaft zwei verschiedene Paar Schuhe sind», meinte Schenk.

Tschudins Premiere

Der Coach setzte auf die vielen jungen, neuen Akteure. Im Tor stand der 20-jährige Joël ­Aschwanden. Der aus Langnau gekommene Goalie griff zwar in der 21. Minute beim 0:1 daneben, bewahrte sein Team indes auch mit gekonnten Paraden vor Ge­gentreffern. Licht und Schatten gab es aber nicht nur bei den Jungen. So verlor etwa Captain Joel Reymondin vor dem 0:1 im Po­werplay die Scheibe in der offensiven Zone. Dies gab den Bülachern erst die Möglichkeit zum Shorthander.

Aber auch der 27-jährige Reymondin reagierte auf seinen Fehler und erzielte nicht einmal zwei Minuten später in Überzahl das 1:1. Auf den zweiten Rückstand vermochten die Gastgeber ebenfalls zu antworten. Der neu verpflichtete Colin Tschudin feierte dabei beim 2:2 sein erstes Tor in der Swiss Regio League. «Ein spezielles Gefühl», freute sich der Stürmer, der nach zuletzt fünf Jahren beim SCB-Nachwuchs zu Thun gewechselt hat.

In der letzten Saison als Elitejunior war ihm in Bern nur ein Tor gelungen. «Ich war der ‹Chrampfer› in der vierten Linie. Hier darf ich im Moment in der ersten Sturmformation neben Joel Reymondin und Michael Bärtschi spielen. Das ist schön», hielt Tschudin fest und fügte resolut an: «Ich bin hungrig auf die nächsten Spiele.»

Die Jungen seien von den älteren Spielern sehr gut aufgenommen worden, meinte der 20-jährige Tschudin. Trainer Schenk will weiterhin auf die Rookies setzen. «Die Jungen sind bemüht, aber um hier zu prägenden Spielern zu werden, fehlt noch ein Stück. Ich setze sie jedoch ganz bestimmt weiter ein, aber entwickeln müssen sie sich selber.»

Nun gegen Olten

Schon am Mittwoch im Cup sind die Jungspunde wieder gefordert. Mit Olten gastiert ein Vertreter aus der höherklassigen Swiss League im Grabengut. «Ich bin gespannt auf diesen Gegner», sagt Tschudin. Der Flügelstürmer ist sich sicher: «Für die Oltner wird wegen der hohen Temperaturen die schlechte Eisqualität noch ungewohnter sein. Aber natürlich wird es für uns auch so sehr schwierig.»

Berner Zeitung

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