Langnau ist noch nicht durch

Die SCL Tigers verlieren in der Platzierungsrunde bei Schlusslicht Kloten nach schwachem Beginn 3:4 – der Ligaerhalt dürfte dennoch Formsache sein.

Noch keine Ferienpläne: Langnau hat das Nachsehen.

Noch keine Ferienpläne: Langnau hat das Nachsehen.

(Bild: Keystone)

Es wäre auch ein wenig gar kitschig gewesen. Beinahe hätten die SCL Tigers in Kloten den Ligaverbleib vorzeitig sichergestellt – und sich damit ausgerechnet in der Flughafenstadt über die Frühlingsferien Gedanken machen können. Lausanne half im Parallelspiel der Platzierungsrunde mit, gab gegen Ambri-Piotta keine Punkte ab. Weshalb den Langnauern beim Schlusslicht ein Sieg nach 60 Minuten gereicht hätte.

Hätte, denn die Equipe von Trainer Heinz Ehlers stellte sich selbst ein Bein. War Kloten zu Beginn klar überlegen, kamen die Gäste in der Folge besser ins Spiel; nach 40 Minuten stand es 3:3. In der Schlussphase liessen die Emmentaler mehrere ausgezeichnete Möglichkeiten ungenutzt. Und dann leistete sich Verteidiger Miro Zryd den Fehlpass der Woche, ja wohl eher den Fehlpass des Monats: Unbedrängt und ohne Not spedierte er die Scheibe in der 56. Minute vors eigene Tor zu Tommi Sallinen, dessen Hereingabe lenkte er zu allem Übel noch ins eigene Gehäuse ab.

Die Zürcher, bei denen Coach Kevin Schläpfer schon vor Beginn des Abstiegskampfs zumindest leicht angezählt ist, kamen zu einem seltenen Erfolgserlebnis. Ihr Glück war, dass die Unparteiischen das 3:2 anerkannten (38.), wenngleich es im Langnauer Torraum ähnlich viel Verkehr gab wie vor dem Spiel rund um den Gubrist-Tunnel.

Gerber hebt den Mahnfinger

Weil Flurin Randegger krankheitshalber nicht mittun konnte, spielten die Gäste nur mit sechs Verteidigern. Hingegen figurierten 14 Angreifer auf dem Matchblatt, darunter erstmals Toms Andersons, der mittels B-Lizenz von Thurgau ausgeliehen wurde.

Angeschlagen ist Goalie Ivars Punnenovs; sein Stellvertreter Damiano Ciaccio sorgte im Startabschnitt für den einzigen Langnauer Glanzpunkt, als er den Schuss des künftigen SCB-Stürmers Daniele Grassi mirakulös parierte. Ciaccios Vorderleute hingegen blieben 30 Minuten lang fast alles schuldig.

Roland Gerber, Schütze des 3:3, sprach vom «einmal mehr katastrophalen Auftakt», den es gründlich zu analysieren gelte. «Starten wir ähnlich in die nächsten Partien, kann es noch mühsam werden», meinte der Stürmer. Mit Verlaub: So weit dürfte es nicht kommen. Zehn Punkte liegen die Tigers vor Ambri, deren zwölf sind in den letzten vier Runden noch zu gewinnen. Mit einem Heimsieg am Samstag gegen die Leventiner wäre der «Mischt karrlet».

Berner Zeitung

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