Langnau ist in Zug vom Weg abgekommen

Mit der 1:4-Niederlage beim EVZ endet die Langnauer Erfolgsserie.

  • loading indicator
Marco Oppliger@BernerZeitung

Vier der letzten fünf Auswärtsspiele hatten die SCL Tigers vor dem Gastspiel in Zug für sich entschieden, dabei unter anderem bei Meister ZSC Lions und Playoff-Finalist Lugano reüssiert. Es waren schöne Prestigeerfolge, und sie ermöglichten den Langnauern in der Tabelle den Vorstoss auf Rang 4.

Am Freitag allerdings erhielt die Emmentaler Herrlichkeit einen Dämpfer: 1:4 unterlagen die SCL Tigers dem EVZ. Dabei wäre gegen die personell geschwächten Zentralschweizer – ihnen fehlten mit David McIntyre, Roe Garrett und Viktor Stalberg gleich drei Leistungsträger – für die Langnauer etwas drin gelegen. Doch die Gäste agierten fahrig und harmlos.

Entsprechend fiel das Verdikt von Coach Heinz Ehlers aus: «Zum ersten Mal in dieser Saison bin ich ganz und gar nicht zufrieden. Einige Spieler waren einfach nicht bereit, so kenne ich dieses Team eigentlich nicht.»

Was Ehlers damit meinte? Nun, nach sieben Minuten lagen die Langnauer bereits mit 0:2 in Rückstand. Zuerst hatte Lino Martschini einen Schuss von Thomas Thiry abgelenkt und dann stand bei Santeri Alatalo der Zufall Pate.

Des Verteidigers Schuss prallte an einen Schlittschuh, flog in hohem Bogen über Damiano Ciaccio und schliesslich ins Tor. Da sah der Langnauer Keeper zwar schlecht aus, war jedoch unschuldig. Selbiges konnte man beim dritten Gegentreffer nicht behaupten: Pontus Widerströms Abschluss war weder hart noch platziert.

Bezeichnenderweise für den schwachen Auftritt der Langnauer war allerdings vorab das Powerplay: Zwar traf Chris DiDomenico im Startdrittel in doppelter Überzahl. Doch boten sich den Gästen danach noch drei weitere Gelegenheiten, einmal sogar während zwei Minuten mit zwei Mann mehr – Chancen resultierten daraus kam.

Langnau ist der Cup wichtig

Nach dem Dämpfer steht für die SCL Tigers vorerst ein Luftwechsel an. Am Samstag gastieren die ZSC Lions zum Cup-Achtelfinal in der Ilfishalle (13.30 Uhr). Nicht mittun können dabei wie am Freitag Ivars Punnenovs (Beinverletzung) und Alexei Dostoinow (Hirnerschütterung). Wobei wenigstens der Keeper Mitte nächster Woche wieder einsatzbereit sein dürfte.

Der Cup geniesst nicht überall gleich viel Anklang, ist bei Anhängern und Klubvertretern zuweilen ein Politikum. Fakt ist aber: Der Sieger kassiert 325 000 Franken, was gerade für die SCL Tigers ein schöner Zustupf wäre. Und so überrascht es kaum, betonten Spieler wie Trainer auf die entsprechende Frage: «Der Cup ist uns sehr wichtig.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt