Zum Hauptinhalt springen

Langenthaler sind nicht nervös

Beim SC Langenthal bewahrt man trotz des ­2:2-Ausgleichs durch Visp in der Playoff-Viertelfinalserie Ruhe. Obwohl die Ausgangslage heimtückisch ist.

In Visp mussten die Langenthaler die Niederlage in der Overtime einstecken. Die Köpfe lassen sie deswegen nicht hängen.
In Visp mussten die Langenthaler die Niederlage in der Overtime einstecken. Die Köpfe lassen sie deswegen nicht hängen.
Marcel Bieri

Bereits 2016 stand der SC Langenthal vor einer ähnlichen Situation wie jetzt. Nach vier Viertelfinalspielen gegen ein Walliser Team – damals Martigny – lautete der Stand in der Serie 2:2. Auch damals kassierte der SCL in der Fremde den Ausgleich im vierten Spiel. Anschliessend gingen die beiden folgenden Duelle verloren, und Langenthal war frühzeitig in den Ferien.

Betrachtet man die Statistiken, ist die Situation für Langenthal aktuell noch heimtückischer als damals. Visp ist nicht nur spielerisch stärker als Martigny 2016, sondern hat im Verlauf der Saison auch bessere Leistungen gezeigt. Martigny erreichte in der Qualifikation 29 Punkte weniger als der SCL. Visp kommt in der laufenden Meisterschaft auf nur 18 Punkte weniger als Langenthal. Und die Oberaargauer weisen aus den Direktbegegnungen in dieser Saison eine negative Bilanz von 5:6 Siegen auf.

Einfacher spielen

Beim SC Langenthal bleibt man dennoch ruhig. Nervös werde man jetzt nicht, sagt Stürmer Silvan Hess. «Wenn wir unser Konzept durchziehen, wird Visp wenig zur Geltung kommen. Wir sind bereit und wissen, was wir können.» Im letzten Match (3:4 n. V.) habe man zu wenig gezeigt. «Wir wissen, dass wir mehr können, und auch, dass Visp eine Playoff-Mannschaft ist. Wir wussten, was auf uns zukommt und dass es nicht einfach wird.» Entscheidend werde sein, wer weniger Strafen nehme und einfacher spiele.

«Es wäre der falsche Moment, nervös zu werden», sagt auch Marc Eichmann, operativer Leiter der SC Langenthal AG. «Wir wären gerne 3:1 vorne, doch nun wartet eine Best-of-3-Serie. Wir wissen, was auf dem Spiel steht.» Dass alles so eng ist, sei ein gutes Zeichen für die Liga. «Sie ist attraktiver und spannender geworden. Das ist eine gute Entwicklung. Ich bin froh, dass genug Spieler da sind, um die Liga ausgeglichen zu gestalten. Man sieht, dass die Clubs gute Arbeit leisten.» Für den SCL wichtig sei, dass man das Spiel über 60 Minuten ohne Aussetzer durchziehe. «Diese Viertelfinalserie wird über den Kampf entschieden, es ist eine intensive Reihe. Wir wollen das Glück auf unsere Seite zwingen.»

«Langenthal ist Favorit»

Muss Langenthal nun Angst ­haben? «Nein», sagt Visp-Geschäftsführer Sébastien Pico. «Langenthal ist und bleibt Favorit. Angst ist im Sport zudem ein schlechter Ratgeber für beide Teams. Langenthal ist Meister und braucht sich nicht zu fürchten – und Visp sich auch nicht, da wir Aussenseiter sind.»

Die beiden letzten NLB-Meister-Titel holte Visp von den Qualifikationsrängen fünf und sechs aus. «Nach den Jahren mit den Titeln sind wir etwas in die Aussenseiterrolle geraten», sagt Pico. «Wir kämpfen jedoch auch mit geringeren Mitteln. In diesem Jahr haben wir nun den Biss etwas mehr gefunden.» Das Ziel ist es, eine Mannschaft aufzubauen, die bis zum Einzug in die neue Halle im September 2019 zusammengewachsen ist, sowie die wirtschaftlichen Strukturen zu stärken. Der kurzfristige Erfolg steht nicht im Vordergrund.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch