Langenthal sündigt im Abschluss

Der SC Langenthal hat das dritte Spiel im Playoff-Halbfinal gegen den EHC Olten 1:2 verloren. Die Gäste zeigten einen Blitzstart in das Spiel, der SCL vergab zu viele Tormöglichkeiten.

Giacomo Dal Pian (unten) strauchelt: Der SC Langenthal verlor auch das zweite Heimspiel des Playoff-Halbfinals gegen den EHC Olten.

Giacomo Dal Pian (unten) strauchelt: Der SC Langenthal verlor auch das zweite Heimspiel des Playoff-Halbfinals gegen den EHC Olten.

(Bild: Marcel Bieri)

Langenthal erwischte im dritten Halbfinalduell gegen Olten einen schwachen Start. Die Equipe von Per Hånberg schien noch zu schlafen, während Olten von Beginn weg bis in die Haarspitzen motiviert war und die erste Chance des Spiels sogleich zum ersten Tor ausnutzte. Langenthals Kim Karlsson servierte den Gästen die Führung dabei aber quasi auf dem Silbertablett, als er sich im eigenen Drittel verdribbelte – Lukas Haas traf nach einem Querpass zum 1:0 für die Gäste.

Damit aber nicht genug: Kurz darauf konnten die Oltner in Überzahl agieren und kamen durch Devin Muller sogar zum 2:0 – es war Oltens vierter Treffer im fünften Powerplay in dieser Serie. Bei den SCL-Powerplays fiel derweil einzig die mangelhafte Schussqualität auf. «Daran müssen wir arbeiten», erklärte Philipp Rytz nach dem Spiel. Man wolle schiessen, und das möglichst oft, was aber auch zu überhasteten Aktionen führen könne, sagte Rytz.

Karlssons grosse Chance

Eine Reaktion des SC Langenthal im zweiten Drittel wäre logisch gewesen. Erneut kamen die Oberaargauer aber nur schwer auf Touren. Dazu passte auch eine Szene in der 24. Minute: Hinter dem Tor brach der Stock von Marc Grieder, sodass Brent Kelly die Scheibe via Stefan Tschannen zum SCL-Schweden Kim Karlsson passte. Dieser stand vor dem leeren Tor, brachte aber das Kunststück fertig, nur den Stock von Olten-Goalie Matthias Mischler zu treffen.

Dabei war der Schwede nicht der ein­zige Langenthaler, der im Abschluss sündigte. Der zuvor treffsichere Stefan Rüegsegger scheiterte aus bester Position im Slot nach einem Querpass (28.). Und Nico Dünner fuhr zu Beginn des letzten Drittels nach einem herausragenden Pass von Claudio Cadonau allein aufs Tor und verpasste den Treffer ebenso.

Zu wenig Tore

Es war dann Cadonau, der seine Farben doch nochmals ins Spiel zurückbrachte. Mit einem satten Schuss von der blauen Linie in Überzahl (45.) erzielte er das 1:2. Während Olten kaum noch auf das Tor schoss, powerte Langenthal nun unablässig weiter und jubelte gar in der 54. Minute, doch der Treffer von Stefan Tschannen wurde wegen eines Offsides aberkannt.

Wer beim SCL in solchen Situationen das Glück vermisste, der lag damit keineswegs falsch. Die ungenügende Chancenverwertung ist aber zweifellos das Hauptproblem, das zuletzt mehrfach gegen den SCL entschied.

Langenthaler Tagblatt

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