In unterschiedlichen Sphären

Langenthal hat das Derby gegen Olten dank einer starken Phase zu Beginn des zweiten Drittels mit 4:1 für sich entschieden. Es war der neunte Sieg in Folge für die Oberaargauer.

Erneuter Jubel: Langenthal hat auch das Derby gegen Olten für sich entschieden.

Erneuter Jubel: Langenthal hat auch das Derby gegen Olten für sich entschieden. Bild: Marcel Bieri

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In den ersten 10 Minuten des zweiten Drittels wurde klar ersichtlich, warum Langenthal in der Swiss League die Regular Season auf dem zweiten Platz abschliessen wird, Olten hingegen turbulente Zeiten inklusive Entlassung von Trainer Bengt-Ake Gustafsson am letzten Wochenende erlebt. Die Gäste hatten im Schoren dank eines Powerplaytreffers des ehemaligen NHL-Spielers Jay McClement 1:0 geführt, die Langenthaler nach frühen Ausschlüssen nicht richtig in den Spielrhythmus gefunden und trotz 11:5 Schüssen nicht für besonders viel Gefahr für das gegnerische Tor gesorgt.

Die erwähnten 10 Minuten genügten dem SCL danach für die Wende. Erst schloss Topskorer Brent Kelly einen schnellen Angriff nach Pass von Captain Stefan Tschannen zum 1:1 ab. Dann lenkte Langenthals Schwede Kim Karlsson einen Schuss von Verteidiger Yves Müller zum 2:1 ab. Es folgte ein Doppeltag von Tschannen und Dario Meyer innert 20 Sekunden, mit einem Oltner Time-out und einem Torhüterwechsel als Reaktion darauf. Das Spiel war beim Stand von 4:1 praktisch entschieden. Ohne dass Langenthal zu einem gewaltigen Offensivspektakel hatte ansetzen müssen.

Die Gastgeber hatten ihre Aufgaben für diesen Tag schon zu einem grösseren Teil erledigt, vor allem jene in offensiver Hinsicht. Der Rest bestand darin, das Spiel unter Kontrolle zu halten. Auch dies gelang vorzüglich. Die Oberaargauer feierten den neunten Sieg in Serie, verbesserten die Bilanz in den Derbys gegen Olten in dieser Saison auf 5:2 Siege. Und dies, ohne übermässig Kraft zu verpuffen. Besser können Spiele vor dem Playoff nicht verlaufen.

Olten hingegen muss sich sputen, überhaupt noch das Heimrecht für die Playoff-Viertelfinals zu erreichen. Die beiden Nachbarn schweben derzeit in unterschiedlichen Sphären. Die Gäste stabilisierten sich nach dem Time-out zwar wieder, waren aber weit davon entfernt, Langenthal noch in ernsthafte Bedrängnis bringen zu können. Das Spiel plätscherte dahin, bis es in den letzten Minuten noch einige Strafen absetzte.

Kleine Sachen richtig gemacht

Langenthals Verteidiger Yves Müller strich die Bedeutung des guten Starts ins zweite Drittel heraus. «Wir wollten weniger Strafen nehmen. Wir wussten, dass wir mit fünf gegen fünf Spieler die bessere Mannschaft sind», sagte der Defensivmann. «Dazu haben wir die kleinen Sachen richtig gemacht.» Olten sei durch die schlechten Ergebnisse in der letzten Zeit verunsichert gewesen. «Aber wir haben auch nicht viel zugelassen.» Müller ist es egal, wer Siebter wird und damit der Gegner im Viertelfinal ist. Sollte Olten so weit abrutschen, wäre Langenthal beim aktuellen Formstand beider Mannschaften klar zu favorisieren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.02.2018, 22:54 Uhr

Telegramm

Langenthal - Olten 4:1 (0:1, 4:0, 0:0)
Schoren. – 3635 Zuschauer. – SR: Müller/Oggier, Huguet/Rebetez. – Tore: 8. McClement (Horansky, Mäder/Ausschlüsse Füglister, sowie eine Teamstrafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis) 0:1. 22. Kelly (Tschannen) 1:1. 25. Karlsson (Müller, Tschannen) 2:1. 30. (29:49) Tschannen (Kelly, Marti) 3:1. 31. (30:09) Meyer (Füglister, Rytz) 4:1. – Strafen: 5-mal 2 plus 10 Minuten (Cadonau) gegen Langenthal. 4-mal 2 Minuten gegen Olten.
Langenthal: Mathis; Rytz, Cadonau; Müller, Pienitz; Ahlström, Völlmin; Marti; Tschannen, Karlsson, Kelly; Füglister, Dünner, Meyer; Tom Gerber, Dal Pian, Leblanc; Schommer, Malgin, Hess.
Bemerkungen: Langenthal ohne Campbell, Kummer, Pivron, Trüssel (alle verletzt) und Colin Gerber (SCB Future).

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