«Ich habe gelernt, über gewisse Dinge hinwegzusehen»

Chris DiDomenico Der kanadische Haudegen bei den SCL Tigers liefert fleissig Skorerpunkte – und scheint ruhiger geworden zu sein.

Ein Schlüsselspieler: In 24 Einsätzen hat Chris DiDomenico für Langnau 7 Tore und 18 Vorlagen gebucht.

(Bild: Christian Pfander)

Für Ihre Schwalbe gegen Biel im November erhielten Sie 2000 Franken Busse. Schämen Sie sich? Das tue ich nicht. Vor jener Szene war ich lange auf dem Eis gestanden und dementsprechend müde. Es gab dann einen Kontakt, und ich fiel hin. Man hätte anders entscheiden können.

Der Vorfall passt nicht ins neue Bild, welches Sie abgeben. Um Chris DiDomenico ist es ruhiger geworden – einverstanden? Ich provoziere gerne, das haben Sie auch oft geschrieben. Manchmal braucht es diese konstruierten Emotionen. Aber es ist mir klar geworden, dass es nichts bringt, auf der Strafbank zu sitzen. In Nordamerika habe ich gelernt, über gewisse Dinge hinwegzusehen. Und unser Trainer legt viel Wert auf Disziplin.

Im Alter wird man weise. Ich werde 30, aber ich fühle mich noch immer wie Anfang 20. Wenn überhaupt.

Nach holprigem Start überzeugen Sie seit Wochen als fleissiger Punktesammler. Ist es für Sie immer noch so wichtig, den gelben Helm des Topskorers zu tragen? So eitel, wie viele denken, bin ich nicht. Ich muss Tore schiessen und Tore vorbereiten, mit einem Punkt pro Spiel klappt das nicht schlecht bis jetzt. Aber ich will vor allem Erfolg haben mit dem Team, ins Playoff kommen.

Mit Harri Pesonen bilden Sie eines der besten Flügelpaare der Liga... ...Harri ist ein starker Spieler und im Moment Topskorer. Er hätte nach wie vor die Qualitäten, um in der NHL bestehen zu können.

Nach dem 3:0 am Dienstag gegen Servette wirkten viele Langnauer überaus erleichtert. Wie bedeutend war der Sieg? Die Meisterschaft ist unglaublich ausgeglichen. Vor einer Woche hätten wir mit einem Sieg gegen Zug Erster werden können, aber verliert man dreimal in Serie, fällt man vielleicht unter den Strich. Die Punkte waren sehr wichtig nach dem bitteren letzten Wochenende, wir sind noch immer voll dabei. Und in einer Krise haben wir noch nie gesteckt seit Saisonbeginn.

Was hat sich geändert in ­Langnau seit Februar 2017, als Sie den Verein Knall auf Fall verliessen? Es gab viele Wechsel, eine neue Dynamik ist entstanden. Aber momentan passt unsere Mentalität, wir trauen uns in der Offensive mehr zu. Und wir arbeiten hart. Ich glaube nicht, dass die anderen Teams gerne gegen uns spielen.

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