«Ich habe die Schnauze voll von Fussballern, diesen Pussys»

Eigentlich sollte SCB-Fan Büne Huber im Pauseninterview beim Playofffinal nur etwas über seine Leidenschaft fürs Eishockey erzählen. Doch dann holt er zu einem Rundumschlag gegen den Fussball aus.

Das Interview hat Kult-Potential: Nach dem ersten Drittel des Eishockey-Playofffinals zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano steht Teleclub-Moderatorin Annette Fetscherin in den Katakomben. Neben ihr: Patent-Ochsner-Frontmann und SCB-Fan Büne Huber.

Die TV-Frau will von Huber wissen, wie dessen persönliche SCB-Liebesgeschichte eigentlich begonnen habe. Dieser kommt sofort ins Schwärmen: «Die Liebesgeschichte hat begonnen, als ich knapp laufen konnte und mein Vater mit mir ins Stadion kam.»

Büne Huber redet sich in Rage

Jedes Mal, wenn er ins Stadion komme, sei das ein spezielles Gefühl für ihn. «Ich denke dann immer einen Augenblick an meinen Vater, der vor 23 Jahren gestorben ist.» Die Atmosphäre möge er einfach. «Wenn ich hier reinkomme, habe ich Bluthochdruck und fresse meine Fingernägel.»

Als der sichtlich emotionale Büne Huber kurz durchschnauft, setzt die Moderatiorin zu ihrer nächsten Frage an: «Können die Young Boys Ihr Herz denn nicht gleich erwärmen wie der SC Bern?»

Jetzt kommt der Sänger richtig in Fahrt. Mit rotem Kopf setzt er zu einem Rundumschlag gegen den Fussball an: «Ich habe die Schnauze voll von Fussballern. Ich habe die Schnauze voll von diesen tätowierten Unterarmen, von diesen Pussys, die im Strafraum immer stürzen.»

Büne Huber spricht Klartext: «Fussball? Pussy-Zeug!»

Grossartiges Pauseninterview beim Playoff-Final: Büne Huber zerlegt den Fussball in seine Einzelteile. Die ganze Story gibts hier: http://bit.ly/1Xfi4Ch

Posted by Bluewin Sport on Dienstag, 5. April 2016

Büne Huber im Gespräch mit Teleclub-Moderatorin Annette Fetscherin. Quelle: Facebook/Bluewin

«Eishockey ist unverfälschter»

Auch FCB-Spieler und Schwalbenkönig Renato Steffen bekommt sein Fett weg: «Ich habe die Schnauze voll, wenn Steffen im Fernsehen der Bevölkerung erklärt, dass seine Schwalbe die letzte Option gewesen sei.»

Beim Eishockey sei das komplett anders: «Wenn ich hier diese Mannen anschaue, wenn von ihnen mal jemand eine Schwalbe macht, dann ist es wirklich ein Drama», so Huber. Er möge diesen Sport einfach, weil er viel unverfälschter sei.

«Alles Pussy-Zeugs!»

Ehe die Moderatorin erneut zum Fragen kommt, setzt Huber nochmals einen drauf: Wenn er in Italien am Strand den Jungs beim Fussballspielen zuschaue, stünden bei einem Freistoss alle da wie Ronaldo und spuckten auf den Boden. «Und wenn dann der Ball in irgendeine Gelateria fliegt, dann flennen alle.» Für ihn ist klar: «Das ist einfach alles so Pussy-Zeugs. Ich kanns nicht mehr schauen.»

Nach seinem mehrminütigen Aufreger widmet er sich dann wieder dem Spiel zwischen dem SCB und Lugano. Das sei einfach «supergeiles Hockey, wunderschön», schwärmt er. Wie die Reaktion des Sängers nach dem späten Siegestreffer der Mutzen war, ist nicht bekannt.

Die Berner Youngs wollten die Aussagen nicht gross kommentieren. «Wir schätzen Büne Huber sehr und wollen seine Aussagen nicht kommentieren. Die grossen Emotionen eines Playoff-Finals können dazu führen, dass Äusserungen gemacht werden, die vielleicht nicht bis zum letzten Buchstaben durchdacht sind», so YB-Mediensprecher Albert Staudenmann auf Anfrage.

cha

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