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Hohe Erwartungen nach dem tiefen Fall

Anton Gustafsson hat im Sommer zum bereits vierten Mal nach Langnau gewechselt. Der perfekt Berndeutsch sprechende Schwede, welchem einst eine grosse NHL-Karriere prophezeit worden war, litt an einer Depression.

Zum vierten Mal im Emmental: Anton Gustafsson fühlt sich in Langnau überaus wohl.

Zum vierten Mal im Emmental: Anton Gustafsson fühlt sich in Langnau überaus wohl.

(Bild: Beat Mathys)

«Was das Eishockey betrifft, bin ich Weltklasse. An und für sich ­habe ich die Fähigkeiten, die ein Topspieler braucht.»

Es ist eine gleichermassen erstaunliche und verwirrende Aussage eines 27-Jährigen, der vor dem Stadion in Langnau auf einem Stein sitzt. Als noch aussergewöhnlicher ist sie aufzufassen, weil Anton Gustafsson weder ein Prahler noch ein Mann der grossen Worte ist, vielmehr den sympathischen, zurückhaltenden Nordländer verkörpert. 17 war er, als er in Schwedens höchster Liga debütierte; im NHL-Draft wurde er von Washington in Runde 1 gezogen, er trainierte mit Superstar Alexander Owetschkin. In Nordamerika aber setzte sich der Angreifer nicht durch, bald hiess es: NLB statt NHL. Es hätte anders kommen können, meint Gustafsson, und fügt weitere erstaunliche Worte an. «Ich lebte früher von meinem Talent, trainierte sehr schlecht. Erst seit vier, fünf Jahren arbeite ich so, wie es sich gehört.»

Berner Zeitung

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