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Fulminantes Startdrittel

Der SC Bern hat auf die 0:2-Niederlage vom vergangenen Dienstag im Spitzenkampf gegen Lugano reagiert. Gegen Lausanne war der Schweizer Meister dominant und gewann nach einem fulminanten Startdrittel letztlich diskussionslos 4:2.

Niedergeschlagene Gesichtern bei Lausanne: die Aufholjagd kam nach dem total verschlafenen ersten Drittel zu spät.
Niedergeschlagene Gesichtern bei Lausanne: die Aufholjagd kam nach dem total verschlafenen ersten Drittel zu spät.
Keystone
Leonardo Genoni erlebt einen ruhigen Abend im Dress der Berner.
Leonardo Genoni erlebt einen ruhigen Abend im Dress der Berner.
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Keine Chance für Huet: Marc Kämpf bezwingt den Altmeister im Kasten der Westschweizer und sorgt für eine frühe Berner Führung.
Keine Chance für Huet: Marc Kämpf bezwingt den Altmeister im Kasten der Westschweizer und sorgt für eine frühe Berner Führung.
Keystone
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Der SC Bern hat die Siegesserie von Lausanne mit vier Erfolgen en suite gestoppt. Der Schweizer Meister zeigte in der provisorischen Malley-Halle ein effizientes Startdrittel. Fast jeder Schuss landete im Tor; viermal um genau zu sein. Zuerst eröffnete Marc Kämpf nach einem mustergültigen Zuspiel von Topskorer Andrew Ebbett.

«Ein perfektes Zuspiel», lobte Torschütze Kämpf den kanadischen Passgeber. Danach liess sich Thomas Rüfenacht die Saisontore Nummer acht und neun gutschreiben. Und nur 33 Sekunden nach dem 3:0 traf auch Ebbett, wie zuvor Rüfenacht mit einem Ablenker. Am Ende gewannen die Berner problemlos mit 4:2. Lausannes zweites Tor war erst in der letzten Minute gefallen.

Zweimal haben die Lausanner zuletzt einen Rückstand aufgeholt und am Ende sowohl gegen Biel wie auch gegen Davos noch 4:3 nach Penaltyschiessen gewonnen. Eine solche Aufholjagd liess der SCB aber nicht zu. Auch weil mit Leonardo Genoni der beste seines Fachs in der Liga zwischen den Pfosten stand. Auf der Gegenseite hatte Cristobal Huet gestern kein Glück.

Der 42-jährige Altmeister musste nach dem ersten Drittel bereits wieder Sandro Zurkirchen Platz machen. Der 15 Jahre jüngere Goalie hatte zuvor in den fünf Partien unter Yves Sarault stets das Vertrauen genossen und stark gehalten. Ihm eine Pause zu gönnen, erwies sich für den vorerst bis zur Länderspielpause eingesetzten Interimscoach im Nachhinein als Fehlentscheidung, auch wenn Huet an den Gegentoren keine direkte Schuld traf, strahlte Zurkirchen doch mehr Sicherheit aus.

Kleine Scharmützel

«Sandro ist heiss», hatte Sarault vor der Partie gesagt. Der Stammtorhüter bewies dies, als er gegen SCB-Stürmer Simon Bodenmann mit Bravour einen fünften Gegentreffer verhinderte. Insgesamt schaltete das Team von Kari Jalonen nach dem Startdrittel einen Gang zurück. «Uns fehlte im zweiten Drittel irgendwie etwas die Energie», befand Stürmer Kämpf.

«Wichtig waren für uns die drei Punkte. Nach der Nieder­lage gegen Lugano wollten wir un­bedingt wieder gewinnen.»

SCB-Stürmer Marc Kämpf

Die Lausanner vermochten davon zuerst nicht zu profitieren. Sie versuchten im Style von ihrem Trainer Sarault, der den SCB 2004 als Haudegen und Publikumsliebling zum Titel geführt hatte, mit Scharmützeln den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Der SCB blieb indes cool, auch wenn bei Sven Rysers Anschlusstreffer kurz vor Ende des zweiten Abschnitts SCB-Stürmer Gaëtan Haas auf der Strafbank sass. «Wichtig waren für uns die drei Punkte», sagte Kämpf. «Nach der Niederlage gegen Lugano wollten wir unbedingt wieder gewinnen.»

Schweden im Pech

Neben dem Franzosen Huet hatten auch die Schweden keinen guten Abend. Lausannes Assistenztrainer Rikard Franzen – auch er übrigens ein Mitglied vom SCB-Meisterteam 2004 – wurde im ersten Abschnitt von einem Puck am Kopf getroffen. Für Berns Verteidiger Calle Andersson war die Partie bereits nach 17 Minuten zu Ende. Und Lausannes Nicklas Danielsson (auch er war beim SCB – 2012 für 23 Spiele) musste nach einem Schuss an den Oberkörper zwischenzeitlich in der Kabine gepflegt werden.

Andersson wird heute gegen Biel fehlen. «Er hat Adduktorenprobleme», bestätigte Jalonen. Dafür wird Eric Blum nach seiner Sperre wieder dabei sein. Nachdem die Berner auf ihre Niederlage in Lugano eindrücklich reagieren konnten, hätte nun Biel etwas gut zu machen. Die Seeländer unterlagen den ZSC Lions gestern mit 2:4. Peter Berger

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