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Fribourger ringen SCB nieder

In einem leidenschaftlich geführten Derby zwischen Fribourg und Bern setzte sich das Heimteam verdient mit 3:1 durch. Ein Shorthander von Tristan Vauclair zum 2:1 bereits in der 9. Minute leitete den Freiburger Sieg gegen den Erzrivalen ein.

Der Fribourger Joel Kwiatkowski (links) trickst Goalie Marco Buehrer und David Jobin aus und versenkt per Backhand zum 1:0 für die Fribourger.
Der Fribourger Joel Kwiatkowski (links) trickst Goalie Marco Buehrer und David Jobin aus und versenkt per Backhand zum 1:0 für die Fribourger.
Keystone
Der Fribourger Tristan Vauclair (rechts) bezwingt die Goalie Marco Buehrer zum 2:1 für die Fribourger. Sein drittes Saison-Tor!
Der Fribourger Tristan Vauclair (rechts) bezwingt die Goalie Marco Buehrer zum 2:1 für die Fribourger. Sein drittes Saison-Tor!
Keystone
Gerangel um den Puck.
Gerangel um den Puck.
Keystone
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Ein enger Spielverlauf, viele Emotionen, grandiose Stimmung, versteckte Fouls - die Partie erinnerte in vielerlei Hinsicht an die legendären Duelle in den 90er-Jahren, als Bykow/Chomutow die Freiburger Fans entzückten und die bis heute gebliebene Rivalität zwischen den beiden Klubs entstand. Im ersten Drittel legte sich der Freiburger Agressivleader Shawn Heins mit den Berner NHL-Verstärkungen Mark Streit und Roman Josi an, wobei auch letztere nicht mit Austeilen sparten.

Die Berner liessen sich ob der Gehässigkeiten aus dem Konzept bringen. Nach einer starken Berner Startphase, in der Streit nach einem wunderschönen Solo das 1:0 für sein Team erzielte, drehte die Partie immer stärker zu Gunsten Gottérons. Joël Kwiatkowski, bis letzte Saison noch in Diensten des SCB, glich im Powerplay aus, ehe bereits der wegweisende Unterzahl-Treffer Vauclairs fiel.

Zahlreiche Chancen nicht genutzt

Nach dem teilweise gehässigen Startabschnitt besannen sich die Akteure ab dem Mitteldrittel wieder auf das Eishockey spielen. Fribourg erarbeitete sich die besseren Möglichkeiten und bekundete Pech, als Kwiatkowski zweimal innerhalb weniger Sekunden und kurz darauf auch Andrej Bykow ihre Abschlüsse vom Pfosten zurückprallen sahen. Aber auch Bern erhielt zahlreiche Möglichkeiten zum Ausgleich. Doch selbst im Powerplay, ihrer «Paradedisziplin» im bisherigen Saisonverlauf, gelangte ihnen kein Treffer - trotz Streit und Josi an der blauen Linie.

Greg Mauldin entschied die Partie letztlich mit einem «empty netter» kurz vor Schluss. Gottéron revanchierte sich erfolgreich für die 1:4-Niederlage am zweiten Spieltag. Für den SCB dagegen war die Niederlage ein bitterer Rückschlag, nachdem ihm zuletzt gegen Lugano (5:0) eine ausgezeichnete Darbietung gelungen war. Vier der letzten fünf Partien verlor der Playoff-Finalist der letzten Saison.

Am Freitag (auswärts gegen Zug) soll beim SCB mit John Tavares die dritte Verstärkung aus der NHL erstmals zum Einsatz kommen. Der Starstürmer der New York Islanders kam gestern (Dienstag) in Bern an und verfolgte die Partie in der nicht ganz ausverkauften Freiburger Arena von der Tribüne aus. Tavares dürfte auf der Centerposition Flurin Randegger ersetzen. Randegger fiel in Freiburg bereits in der 5. Minute mit einer ausgekugelten Schulter aus und muss drei bis vier Wochen pausieren.Fribourg - Bern 3:1 (2:1, 0:0, 1:0)

BCF-Arena. - 6280 Zuschauer. - SR Kurmann/Popovic, Fluri/Müller. - Tore: 2. Streit (Pascal Berger, Danielsson) 0:1. 6. Kwiatkowski (Tristan Vauclair, Dubé/Ausschluss Josi) 1:1. 9. Tristan Vauclair (Mauldin/Ausschluss Heins!) 2:1. 60. Mauldin (Heins) 3:1 (ins leere Tor). - Srafen: 5mal 2 Minuten gegen Fribourg, 6mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Dubé; Roche.

Fribourg: Conz; Loeffel, Kwiatkowski; Heins, Birbaum; Lukas Gerber, Schilt; Ngoy, Abplanalp; Mauldin, Jeannin, Knoepfli; Brügger, Bykow, Benjamin Plüss; Gamache, Dubé, Tristan Vauclair; Cadieux, Botter, Hasani.

Bern: Bührer; Kinrade, Streit; Roche, Beat Gerber; Josi, Philippe Furrer; Jobin; Danielsson, Ritchie, Pascal Berger; Vermin, Martin Plüss, Rüthemann; Déruns, Gardner, Rubin; Caryl Neuenschwander, Flurin Randegger, Scherwey; Collenberg.

Bemerkungen: Fribourg ohne Sprunger, Sebastian Sutter (beide verletzt) und Rosa (überzählig), Bern ohne Hänni (verletzt), Tavares und Bertschy (beide überzählig). Randegger (5.) mit ausgekugelter Schulter (3 bis 4 Wochen out) und Roche (nach 2 Dritteln) verletzt ausgeschieden. Pfostenschüsse Kwiatkowski (2mal 36.) und Bykow (38.). Timeout Bern (58:42). Bern von 58:54 bis 59:34 ohne Torhüter.

si/toc

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